Mascha und der Bär: Mega-Film geplant – Schöpfer im Rechtsstreit!

Oleg Kusowkow, der Erfinder einer der weltweit bekanntesten Zeichentrickserien, hat die Produktion des ersten Kinofilms im Universum von “Mascha und der Bär” bekannt gegeben. Kusowkow wird sowohl Regie führen als auch die Produktion übernehmen. Nachdem die Lizenz des Unternehmens “Animaccord” ausgelaufen war, hat Kusowkow die vollständige kreative Hoheit über die Figuren zurückerlangt, wie das Branchenmagazin Variety berichtet.

Das Studio Animaccord wurde 2008 von Kusowkow gegründet, als er Animatoren, den Komponisten Wassili Bogatyrjow und den Tonregisseur Boris Kutnewitsch, der auch die Stimme des Bären spricht, um sich scharte. Später verlor der Serienschöpfer jedoch die Rechte an seinen Charakteren, die de jure an die russische Niederlassung von “Animaccord” übertragen wurden.

Für die Realisierung des Kinofilms und seiner Fortsetzungen hat Kusowkow nun das unabhängige Studio MiM mit Standorten in Los Angeles und Moskau ins Leben gerufen. Der Film soll einen klaren Neuanfang markieren und sich bewusst von der bisherigen Serie von Animaccord abheben. Im Interview mit Variety äußerte sich Kusowkow:

Ich bin zutiefst bewegt von der Gelegenheit, die Welt von Mascha und der Bär auf den ersten großen Kinofilm auszuweiten. Das ist eine aufregende kreative Herausforderung, die ich von ganzem Herzen annehme. Mein Team ist ebenso voller Energie und bereit, das Projekt mit demselben Geist, Humor und derselben Wärme zum Leben zu erwecken, die bereits die ursprüngliche Serie so beliebt gemacht haben.

Kusowkows Ankündigung löste prompt Reaktionen aus. Die russische Firma “Mascha und der Bär” wurde aktiv. Laut dem Portal RBK hat der Rechteinhaber der Serie, die zum Studio Animaccord gehört, eine Klage “gegen den ehemaligen Mitarbeiter Oleg Kusowkow” eingereicht. Ziel ist es, die exklusiven Rechte an den Figuren gerichtlich bestätigen zu lassen.

“Mascha und der Bär” bezeichnet die “Informationen über eine angebliche Rückübertragung der Rechte an die Figuren an Oleg Kusowkow” als falsch. Das Unternehmen betont: “Es ist notwendig, gesondert hervorzuheben, dass solche Behauptungen nicht der Realität entsprechen, da alle Rechte an den Figuren der Zeichentrickserie ausschließlich dem Studio gehören.”

Indessen deutete Alina Kukuschkina, die Mascha von Beginn an ihre Stimme lieh, ihre Mitwirkung an Kusowkows neuem Projekt an. Ihre Stimme gilt als einer der Schlüssel für den rasanten weltweiten Erfolg der Serie. Kukuschkina synchronisierte Mascha von 2008 bis 2015 – von den ersten Episoden bis zum Ende der zweiten Staffel. Kusowkow, als Erfinder der Serie, erinnerte sich später, dass an ihrer Stimme kaum etwas verändert werden musste – so perfekt passte sie zur Figur. Es war Kukuschkinas Intonation, die Mascha maßgeblich zu dem machte, was sie ist: laut, lustig, unendlich geschwätzig und sofort erkennbar, wie das Portal Kinoafisha schreibt. Die Redakteure des Portals kontaktierten Kukuschkina und erfuhren eine Sensation: Sie wird tatsächlich im Kinofilm mitspielen. Die Schauspielerin bemerkte:

Natürlich würde ich gerne wieder mit dem Kreativteam zusammenarbeiten, wir sind gerade im Gespräch darüber. Ein animierter Kinofilm ist ein sehr logischer Schritt in der Entwicklung einer so beliebten Serie, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.

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