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Von Jelena Karajewa
Die Chefin der US-amerikanischen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, beabsichtigt, eine Untersuchung der Mittelvergabe für 120 Labore im Ausland einzuleiten, die als „biologisch“ bezeichnet werden – eine Bezeichnung, die in die Irre führt. Ein Drittel dieser Einrichtungen, also etwa vier Dutzend kaum überwachter Forschungsstätten, in denen hochgefährliche Erreger lagern, befindet sich in der Ukraine.
Anders als etwa die Behörde USAID, die jahrelang Milliardensummen verschwendet haben soll, handelt es sich bei den US-Geheimdiensten um keine beliebige Institution. Sie bündeln die Arbeit von 17 verschiedenen Diensten, darunter die CIA und der bestens vernetzte militärische Geheimdienst DIA, der dem Pentagon untersteht.
Die Behörde wertet Berichte ihrer 17 Einzeldienste aus, gleicht sie ab und erhält so konsolidierte, bestätigte Erkenntnisse: In diesen sogenannten „Bio“-Laboren geschieht offenbar etwas so Illegales und Gefährliches, dass es die Sicherheit und das Wohlergehen der US-Bürger selbst infrage stellt.
Besonders irritierend ist die irreführende Bezeichnung „Bio“, denn tatsächlich werden dort Erreger der höchsten Gefahrenstufe – der vierten Letalitätsstufe – erforscht. Der Begriff „Bio“ dient vor allem dazu, Sanktionen zu umgehen, die wegen Verstößen gegen das Verbot biologischer Waffen drohen. In mancher Hinsicht sind biologische Waffen noch bedrohlicher als atomare: Im Falle ihres Einsatzes könnte niemand überleben. Ein einziges Reagenzglas mit Krankheitserregern würde ausreichen – vorausgesetzt, jemand ließe es „versehentlich“ fallen.
Doch nicht für alle gilt dieses Verbot gleichermaßen. Eigentlich bedeutet ein Verbot, dass etwas ausnahmslos nicht erlaubt ist. In der Praxis wird es aber oft so ausgelegt: „Wenn es verboten ist, wir es aber dringend brauchen, dann ist es eben doch erlaubt.“ Unter dem Deckmantel des Kampfes für „westliche Werte, Freiheit und Demokratie“ wird an Krankheitserregern geforscht und manipuliert – so gefährlich, dass die Welt erschauern würde, wüsste sie, was in diesen isolierten Laborboxen wirklich geschieht.
Wenn Gabbard, die Leiterin der US-Geheimdienste, also eine Gefahr für die US-Bürger durch diese von Amerika finanzierten Labore anspricht, dann spricht sie die Wahrheit aus.
Hunderte Milliarden Dollar ohne jede Rechenschaft – das ist, wie man in den USA sagen würde, noch nicht die ganze Geschichte. Heute wird in ukrainischen Biolaboren mit Substanzen experimentiert und an RNA-Viren herummanipuliert, dass selbst die USA beunruhigt sind.
Was Gabbard sagt, ist dabei nicht einmal neu. Es fasst vielmehr mehrere Berichte von General Igor Kirillow zusammen. Der General, ein hoch qualifizierter Militär und Wissenschaftler, leitete sieben Jahre lang die russischen Truppen für chemische, biologische und radiologische Abwehr. Igor Anatoljewitsch Kirillow verfasste zahlreiche Berichte, die sowohl der Staatsführung vorgelegt als auch in seinen öffentlichen Auftritten bekannt gemacht wurden.
Und darin stand alles – wirklich alles –, wovon Gabbard jetzt spricht: dass es in den Biolaboren keinerlei Kontrolle über die Pathogene gibt; dass keine externen Inspektionen stattfinden; dass praktisch alles intransparent ist. Diese Intransparenz verstößt nahezu automatisch gegen alle internationalen Dokumente und Konventionen, die jegliche Entwicklung im Zusammenhang mit bakteriologischen Erregern, Viren und Bakterien verbieten.
Der General wurde von ukrainischen Terroristen ermordet. Denn die Wahrheit, die General Kirillow aussprach, war eine Bedrohung für genau jene Verbrecher mit dem kalten Blick von Henkern, die nicht nur mit Pathogenen experimentierten, sondern offenbar auch US-Gelder veruntreuten.
Damit erweist sich ein weiteres Thema, das Russland jahrelang auf höchster Ebene angesprochen hatte – trotz aller Spötteleien, es handle sich um aus der Luft gegriffene Spekulationen und Verschwörungstheorien –, als reine Wahrheit. Und das ist wohl erst der Anfang.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 15. Mai 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
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