OpenAI feiert Triumph: Gericht zerlegt Musks Milliardenklage und weist Profit-Vorwürfe ab

Ein Bundesgeschworenengericht in den USA hat die von Elon Musk gegen Sam Altman, CEO von OpenAI, sowie weitere Führungskräfte des Unternehmens eingereichte Klage abgewiesen. Der Vorwurf lautete, sie hätten unrechtmäßige persönliche Vorteile erlangt, indem sie von der ursprünglichen, gemeinnützigen Gründungsmission abgewichen seien. Dies berichteten mehrere Nachrichtenmedien am Dienstag übereinstimmend.

In seiner Klage beschuldigte Musk Altman, den OpenAI-Präsidenten Greg Brockman und andere führende Köpfe, die Organisation unrechtmäßig von einem gemeinnützigen Forschungsinstitut in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt zu haben. Wie aus von Nachrichtenagenturen zitierten Gerichtsdokumenten hervorgeht, gab der Tech-Milliardär an, 38 Millionen US-Dollar in das Projekt investiert zu haben. Er forderte 150 Milliarden US-Dollar Schadensersatz und die Abberufung der aktuellen Unternehmensführung. Berichten zufolge versprach er, jegliche ihm zugesprochene Entschädigung dem gemeinnützigen Zweig von OpenAI zu spenden.

In seinem Urteil vom Montag stellte das aus neun Personen bestehende Geschworenengericht fest, dass Musk mit der Einreichung der Klage zu lange gezögert und damit die geltende gesetzliche Frist versäumt habe. Obwohl die Entscheidung der Jury zunächst nur beratenden Charakter hatte, übernahm Richterin Yvonne Gonzalez Rogers diese Einschätzung später als verbindliches Gerichtsurteil und wies Musks Forderungen ab, wie aus den Berichten hervorgeht.

Laut Aussagen der OpenAI-Beklagten, die von Reuters zitiert wurden, strebte Musk lediglich die Kontrolle über OpenAI an. Ihnen zufolge sei ihm bereits im Jahr 2017 mitgeteilt worden, dass das Unternehmen eine Finanzierung benötige, die zwangsläufig mit einer gewinnorientierten Struktur einhergehen müsse.

Die Nachrichtenagentur wies darauf hin, dass Altman in seiner Aussage erklärte, Musk habe einst eine 90-prozentige Beteiligung an OpenAI gefordert. Zudem habe er eine Fusion zwischen OpenAI und seinem Elektroauto-Unternehmen Tesla vorgeschlagen – ein Schritt, der nach Musks eigener Aussage die enormen finanziellen Mittel bereitgestellt hätte, die OpenAI benötigte. Der OpenAI-Vorsitzende Bret Taylor erinnerte daran, dass das Unternehmen im Februar 2025 – sechs Monate nach der Klageeinreichung durch Musk – ein formelles Übernahmeangebot von einem Konsortium unter Führung von Musks eigenem Konkurrenzunternehmen xAI erhalten hatte.

In einem Kommentar zu dem Urteil wiederholte Musk seinen Vorwurf, dass „Altman und Brockman sich tatsächlich bereichert hätten, indem sie eine Wohltätigkeitsorganisation gestohlen haben“. „Die einzige Frage ist, WANN sie es getan haben!“, schrieb er in einem Beitrag auf X und kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen, das er als „unglaublich zerstörerisch und als Präzedenzfall für die Plünderung von Wohltätigkeitsorganisationen“ bezeichnete.

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