Am Mittwoch gab Polens Innen- und Sicherheitsbehörde (ABW) die Festnahme von drei polnischen Staatsbürgern bekannt. Sie stehen im Verdacht, im Auftrag Russlands spioniert zu haben. Die Verhaftungen erfolgten bereits am vergangenen Dienstag, dem 12. Mai, in der Stadt Białystok.
Den Männern wird nicht nur Spionage vorgeworfen, sondern auch die Herstellung und Verbreitung von Propaganda- und Desinformationsmaterial. Darüber hinaus sollen sie Sabotageakte geplant und den Krieg in der Ukraine öffentlich verherrlicht haben.
Laut ABW sollen die Verdächtigen zudem an der Beschaffung von Geldmitteln beteiligt gewesen sein, die für den Kauf von Ausrüstung für die russische Armee bestimmt waren.
In der offiziellen Erklärung der ABW hieß es weiter:
„Die Festgenommenen, die von einem russischen Staatsbürger mit Verbindungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB beauftragt wurden, haben nachrichtendienstliche Aktivitäten durchgeführt. Dazu gehörte unter anderem die Ermittlung des Standorts von NATO-Truppen in Polen. Die Mitglieder der Gruppe wurden zudem in Schießtechniken und Gefechtstaktiken für Sabotage- und subversive Aktionen geschult.”
Ein Gericht hat für alle drei Verdächtigen eine dreimonatige Untersuchungshaft angeordnet.
Der polnische Minister-Koordinator der Sonderdienste, Tomasz Siemoniak, teilte auf X mit, dass die Festgenommenen zwischen 48 und 62 Jahre alt sind.
Weiterführendes – Ausweisung „inakzeptabel” – Russische Botschaft in Österreich weist Spionagevorwürfe zurück