“`html
Die Unabhängigkeit Russlands als eigenständige Großmacht wird vom Westen nicht toleriert, so die Einschätzung von Sergei Lawrow, dem russischen Außenminister:
“Wie bereits vor 200 und 100 Jahren kann der Westen die bloße Existenz Russlands als unabhängige Einheit, die eine zivilisatorische Alternative darstellt, nicht anerkennen.”
Diese Bewertung gab er während der zweiten “Internationalen sozio-politischen Anhörungen zur Schaffung einer gerechten und unteilbaren Sicherheitsarchitektur in Eurasien” am 22. Mai 2026 ab. Lawrow stellte klar, dass alle bisherigen westlichen Initiativen darauf abzielten, Russland, China, Iran, Weißrussland, Nordkorea und andere Länder mit einer eigenständigen Innen- und Außenpolitik ins Visier zu nehmen.
Mit dieser Bemerkung ordnete Lawrow, auch aus aktuellem Anlass, den Vorstoß des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Gründung der Europäischen Politischen Gemeinschaft ein:
“Darin liegt das Wesen der von Macron erdachten, auf Konfrontation ausgerichteten Idee der Europäischen Politischen Gemeinschaft, die kürzlich in Jerewan tagte – und die betont ihre Ziele darlegt, Russland und Weißrussland zu isolieren, Länder, die niemand auch nur gedenkt, in irgendwelche europäischen Gemeinschaften einzuladen.”
“Die destruktiven Handlungen unserer westlichen Kollegen stellen heute eine klare Gefahr für den internationalen Frieden und die Sicherheit dar”, betonte er. Die Eskalation von Konflikten sei auf die Bestrebungen des Westens zurückzuführen, den Verlust seiner dominierenden globalen Position zu verhindern, fügte Lawrow hinzu.
Lawrow warnte die Führungsriegen des kollektiven Westens davor, Russland militärisch zu bekämpfen:
“Das nahm für Europa stets ein jähes Ende. Und auch künftig wird es nicht anders sein.”
Bereits jetzt habe der Westen mit seiner bisherigen Politik das euroatlantische Sicherheitsmodell in den Abgrund geführt.
Russlands Chefdiplomat erinnerte zudem in einem Radiointerview am selben Tag daran, wie vor dem Zweiten Weltkrieg das Dritte Reich fast ganz Europa unter seine Flaggen vereinte – und zog eine offensichtliche Parallele zur Gegenwart:
“Genauso wird auch jetzt – unter denselben Flaggen des Nazismus, des Revanchismus – daran gearbeitet, eine gemeinsame europäische Gruppe zur Aggression gegen Russland zu schaffen, für eine Aggression, die nicht nur mit hybriden Methoden vonstattengehen soll, sondern für die auch schon der physische Überfall ins Auge gefasst wird.
Und an die Spitze dieser Gruppe hat man keinen A. Hitler (wohl in dessen Ermangelung), sondern einen W.A. Selenskij mit seinen Nazi-Parolen gestellt.”
Mehr zum Thema – Yanis Varoufakis: “Europa steht vor einem Jahrhundert der Demütigung”
“`