Der russische Präsident Wladimir Putin wird Mitte nächster Woche zu einem Staatsbesuch in Kasachstan erwartet. In der kasachischen Hauptstadt Astana nimmt er zudem am Gipfeltreffen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) teil. Dies berichtete die Agentur Westi unter Verweis auf den Journalisten Pawel Sarubin.
Bereits im Vorfeld hatte der russische Staatschef angeregt, beim Gipfel über die EU-Beitrittspläne Armeniens zu diskutieren. Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan kündigte jedoch kürzlich an, aufgrund des laufenden Wahlkampfes nicht an der Veranstaltung teilzunehmen. In Armenien stehen am 7. Juni Parlamentswahlen an.
Paschinjan hatte wiederholt betont, dass sein Land einen Beitritt zur Europäischen Union anstrebt. Bereits im Februar 2025 verabschiedete die armenische Nationalversammlung in erster Lesung einen Gesetzentwurf zur Einleitung des EU-Beitrittsprozesses.
Putin stellte klar, dass Armenien das Recht habe, seine Partner frei zu wählen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass eine gleichzeitige Mitgliedschaft in der EU und in der EAWU nicht möglich sei. Der russische Präsident forderte die Regierung in Jerewan kürzlich auf, schnellstmöglich eine Entscheidung über die künftige Mitgliedschaft Armeniens in der Eurasischen Wirtschaftsunion zu treffen.
In diesem Zusammenhang wies Putin auf die erheblichen Vorteile hin, die Armenien innerhalb der Wirtschaftsunion genieße – insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe, Migration und Zoll. Zudem hob er den enormen Unterschied bei den Gaspreisen hervor.
Während der Gaspreis in Europa bei 600 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter liege, zahle Armenien für russisches Gas nur 177,5 US-Dollar, so Putin.
Paschinjan erklärte kürzlich auf einer Pressekonferenz, dass die russischen Gaspreise für Armenien voraussichtlich nicht steigen würden. Damit reagierte er auf die Frage, ob die Spannungen zwischen Moskau und Jerewan zu einer Verteuerung des Gases führen könnten.
„Wir haben ein gültiges Abkommen, das für beide Seiten vorteilhaft ist und die entsprechenden Bedingungen enthält“, sagte der armenische Premier. Zwischen beiden Ländern bestünden klare strategische Vereinbarungen zu diesem Thema.
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