Eine außergewöhnlich frühe und heftige Hitzewelle hat Frankreich und Teile Großbritanniens erfasst. Die extremen Temperaturen haben bereits mehrere Todesopfer gefordert und zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen.
In Frankreich bestätigen die Behörden mindestens sieben Todesfälle, die mit der Hitzewelle in Verbindung stehen. Besonders tragisch sind fünf Ertrinkungsunfälle: Viele Menschen suchten in Flüssen oder im Meer Abkühlung, oftmals an unbewachten oder gefährlichen Stellen. Zusätzlich gab es Todesfälle durch Hitzschlag und Kreislaufzusammenbrüche, die unter anderem bei sportlichen Aktivitäten im Freien auftraten.
Die Temperaturen stiegen in vielen Regionen auf fast 37 Grad Celsius. In mehr als 350 Städten wurden für den Monat Mai neue lokale Höchstwerte gemessen. Meteorologen betonen die ungewöhnliche Intensität der Hitze für diese Jahreszeit, woraufhin offizielle Warnstufen in mehreren Départements ausgerufen wurden.
Auch Großbritannien erlebte historische Temperaturen: In London wurden 34,8 Grad Celsius gemessen – der höchste jemals im Mai registrierte Wert. In Teilen Englands und Wales lagen die Temperaturen deutlich über 30 Grad, was ebenfalls einen Rekord für diesen Monat bedeutet.
Experten führen diese Entwicklung auf eine stabile Hochdrucklage zurück, die heiße Luftmassen über weite Teile Westeuropas bringt. Sie warnen, dass solche Extremwetterlagen in Zukunft häufiger auftreten könnten und mit zunehmenden Gesundheitsrisiken verbunden sind.
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