Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) hat am Dienstag mehrere Flugkörper in Richtung des Gelben Meeres abgefeuert. Die südkoreanische Armee registrierte die Starts und teilte mit, es handle sich um eine ungewöhnliche Mischung verschiedener Waffensysteme.
Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Militärsprecher berichtete, feuerte das nordkoreanische Militär mindestens eine ballistische Kurzstreckenrakete, mehrere sogenannte Kamikaze-Drohnen sowie ein nicht identifiziertes Flugobjekt ab. Die Geschosse starteten nahe der Stadt Chŏngju, die etwa 90 Kilometer nordwestlich von Pjöngjang liegt. Ihre Flugbahn führte von der Westküste des Landes bis zum Einschlag im Gelben Meer – eine Strecke von rund 80 Kilometern.
Als Reaktion darauf erhöhte Seoul seine Alarmbereitschaft und intensivierte die Überwachung möglicher weiterer Tests. Der südkoreanische Generalstab gab zudem bekannt, dass eine gründliche Untersuchung eingeleitet wurde und die wichtigsten Erkenntnisse kontinuierlich mit den USA und Japan ausgetauscht werden.
Dies war bereits der achte bekannte Raketentest der DVRK in diesem Jahr. Erst Ende April hatte das Land eigenen Angaben zufolge mehrere Kurzstreckenraketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Nordkoreanische Medien berichteten damals, dass dabei auch Streumunition getestet worden sei.
Die jüngsten Waffentests fallen in eine Phase wachsender Spekulationen über einen möglichen Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in der DVRK in den kommenden Wochen. Ein offizielles Bestätigung für diesen Staatsbesuch liegt jedoch bislang nicht vor.
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