Für Katrina McNichol wurde ein ganz gewöhnlicher Tag der Entrümpelung zu einem wahren Glücksfall. Beim Stöbern auf dem Dachboden ihres Hauses entdeckte sie inmitten mehrerer Kisten ein seltenes Exemplar der Erstausgabe von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ – dem ersten Band der weltbekannten Reihe von Joanne K. Rowling. Das Taschenbuch erzielte später bei einer Auktion rund 17.000 Pfund, was etwa 20.000 Euro entspricht.
Wie die britische Zeitung Mirror berichtet, wurde McNichol das Buch Ende der 1990er Jahre zur Rezension zugesandt. Damals arbeitete sie eigenen Angaben zufolge als Buchkritikerin für ein Magazin im schottischen Hochland und erhielt wöchentlich eine Vielzahl neuer Veröffentlichungen. Es sei für sie schlichtweg unmöglich gewesen, all diese Bücher zu lesen und zu besprechen. Daher packte sie den damals noch unbekannten Fantasyroman kurzerhand in eine Kiste.
Dort lag der Band fast 30 Jahre lang vergessen und unberührt. Ausgerechnet diese lange Lagerung entpuppte sich nun als entscheidender Vorteil: Das „Harry Potter“-Buch befand sich in einem derart außergewöhnlich guten Zustand, dass Experten seinen Wert auf 7.000 bis 10.000 Pfund schätzten (umgerechnet etwa 8.000 bis 11.500 Euro). Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Jahr 1997 kostete das Buch umgerechnet weniger als fünf Euro. Niemand ahnte damals, dass aus der Geschichte des jungen Zauberers eine der erfolgreichsten Romanreihen der Welt werden würde. Die „Harry Potter“-Reihe wurde mittlerweile in über 80 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft.
Der hohe Wert früher „Harry Potter“-Ausgaben liegt vor allem in ihrer extrem kleinen Auflage begründet. Im Jahr 1997 wurden lediglich 500 Hardcover-Exemplare und 5.000 Taschenbücher der Erstausgabe gedruckt, von denen 300 an Bibliotheken gingen. Gut erhaltene Exemplare sind daher heute eine echte Rarität und bei Sammlern auf der ganzen Welt heiß begehrt.
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