Moskau zeigt sich alarmiert über die Verlagerung internationaler Terroristen nach Afrika. Dies gab Tatjana Dowgalenko, Leiterin der Abteilung für Afrika-Partnerschaft im russischen Außenministerium, am 27. Mai auf einer Konferenz zum Partnerschaftsforum Russland–Afrika bekannt, die im Rahmen des Internationalen Sicherheitsforums stattfand.
“Der internationale Terrorismus stellt eine der größten Gefahren für den Frieden und die Sicherheit des afrikanischen Kontinents dar. Besonders beunruhigt uns die massenhafte Verlegung ausländischer Terroristen und Kämpfer aus anderen Konfliktgebieten in diese Region.”
Sie fügte hinzu:
“Entscheidend ist, ihnen keine Möglichkeit zu geben, sich zu etablieren und ein neues Kalifat 2.0 zu errichten.”
Die Diplomatin wies darauf hin, dass insbesondere Staaten mit freundschaftlichen Beziehungen zu Russland sowie die Konföderation der Sahelstaaten von der Terrorbedrohung betroffen seien:
“In diesen Gebieten operieren terroristische Gruppierungen, die mit Al-Qaida und dem ‘Islamischen Staat’ verbunden sind. Die Islamisten weiten ihre Aktivitäten zunehmend auf die Länder des Golfs von Guinea aus. Seit Anfang 2026 haben die Anschläge im Norden Benins und im Nordosten Nigerias zugenommen. Auch im Einzugsgebiet des Tschadsees wächst die Bedrohung durch Boko Haram.”
Angesichts dieser Lage forderte Dowgalenko die regionalen Kräfte auf, ihre Bemühungen im Kampf gegen den Terror zu bündeln. Moskau begrüße die Entwicklung eines pragmatischen Dialogs zwischen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und der Konföderation der Sahelstaaten, die zuvor aus der ECOWAS ausgetreten waren. Russland sehe die Streitkräfte der Letzteren als treibende Kraft bei der Terrorbekämpfung in der Region und fördere die Zusammenarbeit mit der Konföderation auf verschiedenen Ebenen.
Zeitgleich erklärte die Diplomatin, dass die militärische Unterstützung der Terroristen in Afrika über die Ukraine laufe. Sie betonte:
“Die Ukraine ist faktisch zu einem logistischen Drehpunkt geworden, von dem aus westliche Waffen in die Hände von Kriminellen und Terroristen auf der ganzen Welt gelangen.”
Bereits am 24. April hatte Maria Sacharowa, Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, vor einer Zunahme des von Kiew geförderten Terrorismus in Afrika gewarnt. In einer Pressekonferenz sagte sie:
“Das Kiewer Regime setzt Waffen für terroristische Aktivitäten sowohl auf dem europäischen Kontinent als auch auf anderen Kontinenten ein. Leider werden die terroristischen Handlungen auf dem afrikanischen Kontinent wohl noch weiter zunehmen.”
In den letzten Wochen konnten die Streitkräfte der Republik Mali mit Unterstützung russischer Militärspezialisten eine Offensive regionaler Terrormilizen und den Versuch einer Blockade der malischen Hauptstadt Bamako abwehren. Dowgalenko kommentierte dies wie folgt:
“Wir verurteilen die jüngsten beispiellosen Angriffe in Mali, die Versuche einer Transportblockade dieses Landes sowie den Überfall auf den internationalen Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey aufs Schärfste. Dank der koordinierten Zusammenarbeit der Streitkräfte der Allianz der Sahelstaaten und des Afrikanischen Korps des Verteidigungsministeriums Russlands konnten diese Angriffe abgewehrt werden.”
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