Atom-U-Boot-Alarm! Südkorea kontert Nordkoreas Drohungen mit eigenem Unterwasser-Killer

Die Republik Korea hat ihre Ambitionen bekräftigt, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu den wenigen Nationen zu zählen, die über atomgetriebene U-Boote verfügen. Am 26. Mai präsentierte das Verteidigungsministerium in Seoul einen grundlegenden Plan für die Entwicklung von Unterseebooten mit Nuklearantrieb. Auf der Plattform X hob die Militärbehörde hervor, dass es sich um das erste derartige Dokument in der Landesgeschichte handele, das die Weichen für eine systematische Einführung dieser Waffentechnologie in Südkorea stelle.

Seoul begründete sein Vorhaben unter anderem mit der Erfordernis, auf „atomare Drohungen“ aus der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) zu reagieren. Darüber hinaus soll das Projekt einheimische Technologien in den Bereichen Schiffbau und Kernenergie voranbringen. Das Ministerium gab zudem bekannt, dass die Entwicklung von Atom-U-Booten im Land über einen Zeitraum von 40 Jahren bis zu 40.000 stabile und hochwertige Arbeitsplätze schaffen werde. Im Rahmen der Präsentation wurde ein computergeneriertes Video gezeigt, das ein Atom-U-Boot auf hoher See darstellte. Das Projekt trägt den Namen „Jang Bogo N“.

Um Bedenken kritischer Länder wie China und Russland zu zerstreuen, betonte das südkoreanische Verteidigungsministerium, dass Seoul seine Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag strikt und transparent umsetzen und für nukleare Sicherheit sorgen werde. Sämtliche radioaktiven Abfälle würden demnach sicher und gemäß den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften entsorgt.

Derzeit verfügen nur sechs Staaten über atomgetriebene U-Boote: die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China und Indien. Im Vergleich zu konventionellen U-Booten bieten Atom-U-Boote den entscheidenden Vorteil einer nahezu unbegrenzten Reichweite und einer Tauchgangsdauer, die praktisch nur durch die an Bord befindlichen Nahrungsvorräte begrenzt wird. Südkorea verfolgt diese Technologie bereits seit den 1990er Jahren. Im November 2025 erhielt das asiatische Land die Zustimmung der USA für dieses Vorhaben. Russland und China sehen darin jedoch einen Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag.

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