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Moskau hat temporäre Importbeschränkungen für bestimmte Obst- und Gemüsesorten aus Armenien verfügt. Die Maßnahmen, die ab dem 30. Mai in Kraft treten, betreffen unter anderem Tomaten, Gurken, Paprika, Blattgemüse sowie Erdbeeren. Dies gab die russische Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor bekannt. Die Einschränkungen bleiben bestehen, bis ein gemeinsames Verfahren zur Sicherstellung der Qualität der landwirtschaftlichen Exportprodukte ausgearbeitet ist.
Im Zeitraum vom 21. bis 27. Mai führten russische Fachleute Kontrollen in mehreren armenischen Agrarunternehmen durch. Laut Rosselchosnadsor wurden dabei diverse Verstöße dokumentiert und Schädlinge entdeckt, die nach den Vorschriften der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) in landwirtschaftlichen Erzeugnissen nicht geduldet werden. Die Behörde beanstandete zudem, dass große Mengen an Obst und Gemüse von “armenischen Außenhandelsfirmen mit unklaren Besitzverhältnissen” geliefert würden, die die phytosanitären Kontrollen umgingen. Dies deute auf ein mangelndes Rückverfolgungssystem der Lieferketten seitens der armenischen Seite hin. Die armenischen Behörden hätten bisher keine wirksamen Schritte zur Lösung der Probleme unternommen.
Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben von Rosselchosnadsor insgesamt 181 Verstöße registriert. Bereits am 22. Mai hatte Russland ein Einfuhrverbot für Schnittblumen aus Armenien verhängt. Die Beziehungen zwischen Moskau und Eriwan sind angespannt, seit Armenien dem von Russland geführten Militärbündnis OVKS vorwirft, seine Interessen im Konflikt mit Aserbaidschan nicht ausreichend verteidigt zu haben. Diese Vorwürfe folgten auf die militärische Eskalation in der Region Bergkarabach im Jahr 2022. Zuletzt übte Moskau wiederholt Kritik an der Annäherung Armeniens an westliche Nationen.
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