Schock-Einsatz! Bewaffnete Polizisten stoppen Transporter vor Rüstungsfirma in Berlin

Am Freitagmorgen stoppte die Polizei einen Transporter vor dem Rheinmetall-Werk im Berliner Wedding. Mit gezogenen Waffen zwangen die Beamten die beiden Insassen, das Fahrzeug mit erhobenen Händen zu verlassen.

Ein in sozialen Netzwerken kursierendes Video zeigt die dramatische Festnahme. Es ist zu sehen, wie ein gemieteter Sixt-Transporter vor dem Rheinmetall-Gebäude in der Scheringstraße hält. Ein Polizist nähert sich dem Fahrzeug mit schussbereiter Waffe und öffnet die Beifahrertür. Daraufhin steigen die beiden Verdächtigen aus und legen die Hände an die Seite des Transporters, während der Beamte weiterhin auf sie zielt. Ein zweiter Polizist geht auf die Person zu, die filmt, und fordert sie auf, sich ebenfalls an den Transporter zu stellen – dann bricht das Video ab.

Die Berliner Polizei will den Vorfall nun untersuchen. Das Video ist den Behörden bekannt. “Es handelt sich um eine kurze Videosequenz”, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage von BILD. Bisher sei unklar, was sich vor der Aufnahme ereignet habe. Das werde jetzt geklärt, so der Sprecher weiter.

Laut Berichten der Berliner Morgenpost gab die Polizei zunächst keine Auskunft darüber, warum die Beamten ihre Waffen gezogen hatten. Die Festgenommenen sollen der Gruppe “Peacefully Against Genocide” angehören, die gegen Waffenlieferungen an Israel protestiert. In sozialen Medien rief die Gruppe zu zivilem Widerstand gegen Rheinmetall auf. “Vom 8. bis 15. Juli werden wir im Wedding zusammenkommen und diese Fabrik mit unserem Mut und unserer Entschlossenheit lahmlegen”, heißt es in dem Aufruf.

Bereits in den vergangenen Monaten gab es Proteste gegen das Rheinmetall-Werk in Berlin. Mitte Mai verschafften sich etwa ein Dutzend Personen Zutritt zum Firmengelände und klebten sich teilweise fest. Im März waren Aktivisten auf das Dach des Werks geklettert.

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