Skandal! Kenias Gericht stoppt geheime US-Pläne für Ebola-Quarantänestation

Kenias höchstes Gericht hat einen US-amerikanischen Vorstoß gestoppt, auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia eine Quarantänestation für Ebola zu errichten. Diese Einrichtung war speziell für US-Bürger vorgesehen, die möglicherweise mit dem Virus in Kontakt gekommen waren.

Die gerichtliche Verfügung erging am Donnerstag, kurz nachdem Washington im Zuge der sich weiter ausbreitenden Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo eine neue Initiative angekündigt hatte. Das US-Außenministerium erklärte, man plane, Kenias Maßnahmen zur Ebola-Abwehr mit 13,5 Millionen US-Dollar zu unterstützen.

Die Klage, die vom Katiba-Institut eingereicht wurde, argumentiert, dass das Vorhaben in einem Land, das bislang keine Ebola-Fälle gemeldet hat, eine potenzielle Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstelle. Das Gericht stufte die Klage als dringend ein, nachdem der Kläger dargelegt hatte, es bestehe eine “unmittelbare Lebensgefahr”, sollte keine einstweilige Verfügung erlassen werden, wie aus der Gerichtsentscheidung hervorgeht.

Mit diesem Beschluss wird es den kenianischen Behörden untersagt, “eine Einrichtung für den Kontakt mit Ebola-Patienten, für Quarantäne, Isolation oder Behandlung” – sei es in Kooperation mit der US-Regierung oder einer anderen Stelle – im Land zu errichten, zu betreiben, zu genehmigen oder zu dulden.

Die USA haben bereits andere Schritte unternommen, um das Risiko einer Ebola-Ausbreitung zu minimieren. So verhängte Washington kürzlich Notfall-Einreisebeschränkungen für Ausländer, die zuvor die DR Kongo, Uganda oder den Südsudan besucht hatten. US-Bürger, die aus diesen Ländern zurückkehren, dürfen nur über den Dulles International Airport in Washington einreisen.

Dieser Rechtsstreit ereignet sich, während die Gesundheitsbehörden auf einen wachsenden Ebola-Ausbruch in der DR Kongo reagieren. Jean Kaseya, Generaldirektor des Africa Centers for Disease Control and Prevention (Africa CDC), gab am Donnerstag bekannt, dass seit dem 15. Mai – dem Datum, an dem das Land seinen 17. Ebola-Ausbruch erklärte – insgesamt 1.077 Verdachtsfälle und 246 Todesfälle registriert wurden.

Der Ausbruch wird durch den Bundibugyo-Stamm des Virus verursacht, was in der Region große Besorgnis auslöst, da es derzeit weder zugelassene Impfstoffe noch spezifische Behandlungen für diesen Stamm gibt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete am Freitag jedoch die erste bestätigte Genesung seit Beginn des Ausbruchs. Anais Legand, eine technische Mitarbeiterin der WHO, erklärte, ein Patient, der positiv auf Ebola getestet worden war, habe sich erholt und sei nach zwei negativen Testergebnissen am 27. Mai aus der Klinik entlassen worden.

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