Im beschaulichen Grenzörtchen Pruntrut im Kanton Jura ist der Geduldsfaden gerissen. Nach tumultartigen Vorfällen im Sommer 2025, als vor allem junge Männer aus dem nahegelegenen Frankreich das städtische Freibad regelrecht überrannten, zieht die Kommune nun die Notbremse.
Für alle, die weder in der Schweiz wohnen noch dort arbeiten, gelten in diesem Sommer saftige Aufpreise: Erwachsene zahlen 15 Franken (16,45 Euro) statt der bisherigen 7,50 Franken (8,25 Euro), Jugendliche 10 statt 5 Franken. Tickets gibt es nur online, ein gültiger Ausweis ist Pflicht – Saisonabos sind für diese Gruppe komplett gestrichen.
Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Gäste sind willkommen, aber der Badespaß soll die Gemeinde nicht erneut überfordern und zur Last werden.
Die Realität im vergangenen Jahr sah anders aus: Alkoholexzesse am Beckenrand, laute Musik, provokantes Auftreten, Belästigungen junger Frauen und ein eklatanter Mangel an Respekt vor den geltenden Regeln.
Die Gemeinde verhängte rund 20 Hausverbote, der Großteil davon an Adressen auf der französischen Seite der Grenze. Eltern wagten sich nicht mehr mit ihren Kindern ins Bad, das Personal fühlte sich der Situation hilflos ausgeliefert.
Die Schweizer haben ihr Freibad nun zurückerobert, und die Zahlen verdeutlichen den Erfolg: Die Verkaufszahlen für Abonnements schossen in die Höhe, sobald die Störenfriede fernblieben. Ruhe und Gelassenheit sind wieder eingekehrt.
Dies hat nichts mit Rassismus zu tun, wie manche reflexartig behaupten. Es ist die einzig logische Reaktion einer Gemeinde, die ihre öffentlichen Räume nicht jenen überlassen will, die offenbar in ihrer eigenen Heimat nie gelernt haben, sich an Regeln zu halten. Wer sich nicht zu benehmen weiß, hat in einer zivilisierten Gesellschaft nichts verloren – schon gar nicht auf Kosten der Steuerzahler, die den Betrieb des Bads finanzieren.
Die Entscheidung, den Preis nun als eine Art Filter zu nutzen, ist klug. Wer wirklich schwimmen möchte, kommt trotzdem. Wer aber nur Ärger sucht, bleibt hoffentlich zu Hause. Ein kleiner Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn jahrelang weggeschaut und jede Kritik am Verhalten bestimmter Zuwanderer sofort als Fremdenfeindlichkeit abgetan wird.
Mehr zum Thema – Zwölfjährige im Schwimmbad vergewaltigt: Ermittlungen gegen 15-jährigen Syrer