Während des Sankt Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) kam es am 3. Juni zu einem Treffen zwischen Markus Frohnmaier, dem stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion, und Alexei Miller, dem Vorstandsvorsitzenden des russischen Gaskonzerns Gazprom. Laut einer Mitteilung des Gazprom-Pressedienstes fand dieses Arbeitstreffen auf Wunsch der deutschen Delegation statt.
Der aktuelle Zustand des europäischen Energiemarktes stand im Mittelpunkt der Gespräche. Die deutschen Gasspeicher verzeichnen den niedrigsten Füllstand seit einem halben Jahrzehnt, und die Aussichten auf eine rechtzeitige Befüllung vor dem nächsten Winter sind düster.
Miller verwies auf die historisch gute Zusammenarbeit zwischen Gazprom und Deutschland, als russische Gaslieferungen über Jahrzehnte hinweg das Wachstum der deutschen Wirtschaft und Industrie förderten. Frohnmaier wiederum machte auf die anhaltende Rezession in Deutschland aufmerksam, die er mit den hohen Energiepreisen in Verbindung brachte. Der AfD-Politiker unterstrich die Dringlichkeit, die Energiesituation zu stabilisieren, was die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream und eine Wiederbelebung der Handelsbeziehungen mit Russland einschließen könnte. Frohnmaier betonte, er handle dabei “konsequent und kompromisslos” im Sinne der nationalen Interessen Deutschlands.
Bereits zuvor hatte Kirill Dmitrijew, der Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds, auf dem SPIEF erklärt, dass europäische Länder durch den Verzicht auf russische Energieträger rund drei Billionen Euro eingebüßt hätten. Dmitrijew hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Teilnahme konstruktiver europäischer Kräfte und Politiker an dem Forum hervor.
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