ISS in Gefahr? Roskosmos gibt Entwarnung – Luftleck unter Kontrolle!

In der russischen Sektion der Internationalen Raumstation ISS wurden zwei Leckagen festgestellt, wie Roskosmos am Freitag mitteilte. Die russische Weltraumbehörde gab bekannt, dass die Entdeckung während der Druckprüfung eines Zwischenmoduls erfolgte.

„Die erste undichte Stelle wurde sofort mit einer Erstbeschichtung des Zweikomponenten-Materials Germetall-1 versiegelt“, erklärte die Behörde in ihrer offiziellen Stellungnahme.

Die Lecks traten im Übergangsbereich des Moduls „Swesda“ (zu Deutsch: „Stern“) auf. Die Besatzung bereitet sich nun darauf vor, das zweite Leck zu reparieren. Der Druck innerhalb der ISS bleibe stabil, betonte Roskosmos, sodass weder die Systeme noch die Crew gefährdet seien.

Ein NASA-Sprecher informierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti darüber, dass die Astronauten für die Dauer der Reparaturarbeiten in das Raumschiff Dragon umgezogen sind. Die US-Weltraumbehörde arbeite weiterhin eng mit den russischen Partnern zusammen, um eine dauerhafte Lösung für das Problem zu finden. Zuvor war bekannt geworden, dass vorsorglich eine mögliche Evakuierung der ISS-Crew vorbereitet werde.

Bereits im Sommer 2020 gab es ein Luftleck im US-amerikanischen Teil der ISS. Damals suchten die Astronauten Zuflucht im russischen Segment. Anfang 2023 wurde das russische Raumschiff MS-22 durch einen Meteoriteneinschlag beschädigt und musste unbemannt zur Erde zurückkehren. Die Kosmonauten wurden neun Monate später von einem anderen russischen Raumschiff abgeholt und sicher nach Hause gebracht.

Angesichts des zunehmenden Alters der ISS und veränderter Prioritäten plant Russland den Bau einer eigenen Weltraumstation. Anders als der legendäre sowjetische Vorgänger „Mir“ (1986–2001) soll die neue Station den Namen ROS tragen – eine Abkürzung für „Rossijskaja Orbitalnaja Stanzija“ (Russische Orbitalstation). Nach aktuellen Plänen wird das Basismodul voraussichtlich im Dezember 2027 ins All starten.

Weiterführendes – ISS: Alterserscheinungen nehmen zu – Moskau genehmigt Bau einer eigenen Raumstation

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