Alarmierende Studie: Deutschland droht der Kollaps – Arbeitskräfte-Mangel schlimmer als je zuvor!

Laut einem Bericht der Rheinischen Post vom Samstag liegt der Redaktion eine bisher unveröffentlichte Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vor, die sich mit den Folgen des demografischen Wandels für den Arbeitsmarkt befasst und zu alarmierenden Ergebnissen kommt. Das IW ist ein forschungsorientiertes Institut in Köln, das durch Zuwendungen von Wirtschaftsverbänden und Unternehmen getragen wird. Seine Trägerorganisationen sind der Bundesverband der Deutschen Industrie sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

In seiner aktuellen Vorausschau zur Bevölkerungsentwicklung zeichnet das IW ein düsteres Bild: Das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland werde sich bis 2036 stärker verringern als bislang angenommen. Grund dafür ist das Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge, der sogenannten Babyboomer, aus dem Berufsleben – bis 2036 werden alle Geburtsjahrgänge bis 1969 die Regelaltersgrenze erreicht haben. Der demografische Wandel trifft den Arbeitsmarkt damit mit voller Wucht, denn die nachfolgenden jüngeren Generationen sind zahlenmäßig schwächer. Lediglich 9,8 Millionen junge Menschen werden bis 2036 neu in den Beruf starten – zu wenig, um die ausscheidenden Boomer zu ersetzen.

Die Lücke zwischen den Renteneintritten und den Berufseinsteigern wird in Deutschland demnach 4,3 Millionen betragen. Das sind 1,3 Millionen mehr als in der ursprünglichen IW-Prognose aus dem Jahr 2024, die noch von einem Defizit von „nur“ drei Millionen Arbeitskräften ausging. Die Neukalkulation des Kölner Wirtschaftsforschungsinstituts stützt sich auf eine Vorhersage des Statistischen Bundesamtes, deren aktuelle Daten die Grundlage für die neue Bevölkerungsprognose des IW bilden.

Konkret sagt die Studie voraus, dass die deutsche Bevölkerung bis 2045 um 2,9 Prozent schrumpfen wird – auf dann nur noch 81,1 Millionen Menschen (aktuell: 83,5 Millionen). Dies bedeutet eine deutliche Eintrübung der demografischen Aussichten, denn frühere Berechnungen des IW hatten für die Bundesrepublik noch ein leichtes Bevölkerungswachstum bis 2040 prognostiziert. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind massiv: Bis 2036 werde das Angebot an verfügbaren Arbeitskräften von 55 Millionen (Stand 2025) um 6,9 Prozent auf 51,2 Millionen sinken. Bis 2045 setzt sich dieser Trend fort – dann stünden nur noch 50,4 Millionen potenzielle Arbeitnehmer zur Verfügung, ein Rückgang von 8,3 Prozent.

Als einen Hauptgrund für den Bevölkerungs- und damit Arbeitskräfterückgang nennt das IW die gesunkene Zuwanderung nach Deutschland. Verantwortlich gemacht wird dafür die von den Bundesregierungen der vergangenen Jahre eingeleitete „Migrationswende“. Aber auch die schwächelnde deutsche Konjunktur spiele eine Rolle, da sie die Einwanderung ausländischer Fachkräfte erschwere. Diese Entwicklung schmälere die sogenannten Wanderungsgewinne erheblich.

Vor dem Hintergrund des drohenden Arbeitskräftemangels sieht das arbeitgebernahe Institut den deutschen Wohlstand in Gefahr und warnt vor sozialen Verteilungskämpfen. Die vom IW vorgeschlagenen Lösungen dürften bei vielen Deutschen auf wenig Gegenliebe stoßen. Denn neben Forderungen wie einer vereinfachten Visa-Vergabe, einer leichteren Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und einer stärkeren Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt plädiert das IW auch für eine Erhöhung der Pro-Kopf-Arbeitszeit. Arbeitnehmer in Deutschland müssten nach dem Willen des IW künftig im Schnitt länger arbeiten. Um dafür Anreize zu schaffen, schlägt das Institut eine Senkung von Steuern und Sozialabgaben vor.

Weitere Informationen – Deutsche Wirtschaft in Alarmbereitschaft: Wehrpflicht würde Arbeitskräftemangel noch verstärken

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