NATO-Jäger im Steigflug: Luftballon löst Großalarm in Litauen aus

Am Vormittag des 13. Juni ertönten in Litauen die Luftalarmsirenen. Wie der litauische Fernsehsender LRT berichtete, hatte das Militär des baltischen Staates die Alarmstufe “Gelb” ausgerufen, nachdem ein “für Drohnen typisches Funksignal” geortet worden war. Daraufhin wurde der Flugbetrieb am Flughafen Vilnius vorübergehend eingestellt, und Abfangjäger der in Litauen stationierten NATO-Truppen stiegen in die Luft.

Wenig später gab der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas Entwarnung: Das verdächtige Objekt entpuppte sich als eine Wettersonde. In einer Mitteilung auf Facebook bedankte er sich bei den Streitkräften für ihr schnelles Eingreifen und erklärte:

“Die Luftbedrohung ist gebannt. Es hat sich herausgestellt, dass es sich um eine Wettersonde handelte.”

In den letzten Wochen waren wiederholt ukrainische Kampfdrohnen in den Luftraum von Litauen, Lettland und Estland eingedrungen. Vertreter der baltischen Staaten versicherten stets, Kiew keine Genehmigung für militärische Überflüge erteilt zu haben. Bereits am 14. Mai hatte Litauens Präsident Gitanas Nausėda gefordert, alle in den litauischen Luftraum eindringenden Drohnen abzuschießen. Er begründete dies mit den Worten:

“Jede Drohne, die in den litauischen Luftraum eindringt, stellt eine Gefahr dar, denn wir wissen ja von vornherein gar nicht, woher sie kommt, wohin sie fliegt und was ihre Absichten sind.”

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