Südafrika schickt Tausende Migranten zurück: Malawi erzittert vor Massenabschiebung!

Südafrika will 7.000 gestrandete Malawier mit über 1.000 Bussen zurückführen

Die südafrikanische Regierung steht vor einer logistischen Mammutaufgabe: Rund 7.000 malawische Staatsbürger, die in Durban festsitzen, sollen in ihre Heimat zurückgebracht werden. Pretoria reagiert damit auf wachsende Spannungen und Proteste gegen irreguläre Migration. Die Operation erfordert mehr als 1.000 Busse, wie die Regierung in dieser Woche mitteilte.

Die Pläne folgen auf zunehmende öffentliche Forderungen, dass irreguläre Migranten das Land bis zum 30. Juni verlassen müssen. Bürgerinitiativen wie „March and March“ hatten zuletzt für Unruhe gesorgt, was die Regierung nun zum Handeln zwingt.

Repatriierung beschleunigt sich

Bei einer Pressekonferenz in Pretoria betonte Mmamoloko Kubayi, Vorsitzende des Interministeriellen Ausschusses für Migration und zugleich südafrikanische Justizministerin, dass die Rückführung der geschätzt 7.000 Malawier aus dem Sherwood Park dringend vorangetrieben werden müsse. Ihre Zahl sei zuletzt noch gestiegen.

„Wir sind entschlossen, diesen Bürgern eine sichere Rückkehr zu ermöglichen. Unsere Transportbedürfnisse sind dramatisch gestiegen – mehr als 1.000 Busse werden benötigt, um diesen Prozess effizient abzuwickeln“, erklärte Kubaji. Im Sherwood Park, einem Park in Pretoria, harren seit den jüngsten Ausschreitungen tausende Migranten aus. Mehrere afrikanische Länder – darunter Simbabwe, Ghana, Mosambik und Nigeria – haben bereits begonnen, ihre Landsleute zurückzuholen.

Kubayis Ankündigung folgt auf eine Rede von Präsident Cyril Ramaphosa, der ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Verschärfung der Migrationskontrollen vorstellte. Ziel ist es, die Grenzen zu sichern und gegen Arbeitgeber vorzugehen, die irreguläre Migranten beschäftigen.

Malawi stellt erste Busse – Regierung stockt auf

Die malawische Regierung habe bereits acht Busse bereitgestellt, die ab sofort ihre Bürger in die Heimat bringen, so Kubayi. Um die Rückführung zu beschleunigen, werde Südafrika diese Bemühungen mit zehn zusätzlichen Bussen verstärken, die für die Abschiebung einiger Malawier eingesetzt werden.

„Bisher wurden am 10. Juni 980 Malawier aus Lindela abgeschoben. Die Wiedererrichtung eines Gerichts in Lindela wird künftig dafür sorgen, dass die Abschiebungen schneller erfolgen“, fügte sie hinzu.

40.000 Festnahmen seit Jahresbeginn

Während ihres Auftritts veröffentlichte Kubayi alarmierende Zahlen: Seit Jahresbeginn hätten die Sicherheitsbehörden über 40.000 Festnahmen durchgeführt – allein im letzten Monat 7.400, die sämtlich im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Einwanderungsgesetz standen.

„Es gibt die Vorstellung, die Regierung ignoriere bewusst die irreguläre Einwanderung. Das ist jedoch weit von der Wahrheit entfernt“, stellte Kubayi klar.

„Unsere Einsätze werden nicht nur fortgesetzt, sondern in verschiedenen Regionen noch verstärkt. In der vergangenen Woche gab es 143 Festnahmen – nicht nur wegen illegaler Einreise, sondern auch wegen Aufrufen zur Gewalt während der Proteste.“

Bei einem Besuch in Atteridgeville, wo schätzungsweise 457 Menschen auf der Straße schlafend vorgefunden wurden, bekräftigte Kubaji den Willen der Regierung, diese dringenden Probleme anzugehen. Trotz der Komplexität der Migrationslage werde man die Initiativen verstärken, um in den betroffenen Gemeinschaften Ordnung und Sicherheit wiederherzustellen.

Digitale Identifizierung und Gesichtserkennung

Innenminister Leon Schreiber kündigte eine Reihe von Maßnahmen an, um die südafrikanischen Ausweisdokumente sicherer zu machen. Das Land bewegt sich weg vom grünen Personalausweis hin zu einer digitalen Identifizierung. Zudem soll Technologie dafür sorgen, dass Personen an den Einreisepunkten gründlich überprüft und genau überwacht werden.

„Außerdem wird gerade die Technologie zur Gesichtserkennung an unseren Grenzübergängen installiert. Ich denke, es ist eine Frage von Wochen, bis wir das flächendeckend implementiert haben. Und zur digitalen ID: Das ist ein neuer Kanal zur Identitätsbestätigung, der den Bürgern Sicherheit gibt und die Kontrolle über ihre ID-Informationen dezentralisiert.“

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