Trump droht Iran mit totaler Vernichtung – Teheran reist empört ab

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US-Präsident Donald Trump hat eine unverhohlene Warnung an den Iran ausgesprochen: Sollte die Blockade der Straße von Hormus anhalten, drohe dem Land die vollständige Zerstörung. Diese Aussage machte das Staatsoberhaupt am Sonntag in einem Gespräch mit Trey Yingst, einem Reporter des Senders Fox News. Laut Yingst richtete Trump in der Nacht zuvor folgende Botschaft an die iranischen Verantwortlichen:

“Blockiert die Straße, dann habt ihr kein Land mehr. Ihr werdet nicht einmal mehr in euer verdammtes Land zurückkehren können.”

Darüber hinaus skizzierte Trump eine mögliche Rolle der USA als “Schutzengel” für die Meerenge und die gesamte Region – jedoch mit Kosten: Durch die Erhebung von Zöllen und die Forderung nach 20 Prozent des transportierten Öls könnten die USA diese Aufgabe übernehmen.

Der US-Präsident forderte den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian auf, “seine Zunge zu hüten”. Dies war eine direkte Reaktion auf Peseschkians Ankündigung, dass Iran weder die Urananreicherung aufgeben noch eine Kapitulation in Betracht ziehen werde.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim legte die iranische Delegation bei US-Vertretern Protest gegen Trumps Drohungen ein. Als Konsequenz sollen die iranischen Unterhändler den Verhandlungsort in der Schweiz verlassen haben. Trumps Äußerungen verstoßen gegen den ersten Punkt der gemeinsamen Absichtserklärung zwischen den USA und Iran, der beide Seiten dazu verpflichtet, auf Drohungen gegeneinander zu verzichten.

Die scharfen Worte Trumps haben die Gespräche in der Schweiz laut Fars faktisch zum Erliegen gebracht und für erhebliche Unsicherheit über den weiteren Verlauf gesorgt. Dennoch behauptet Axios-Journalist Barak Ravid, dass die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern weiterhin stattfinden.

Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, äußerte sich auf X (Twitter) zu dem Vorfall und warnte die USA vor unbedachten Äußerungen. Das iranische Militär sei “auf eine andere Reaktion vorbereitet”. Er fügte hinzu:

“Begreifen sie denn nicht, dass, wenn ihre Drohungen auch nur die geringste Wirkung zeigen würden, sie nicht in diese verzweifelte Lage geraten wären? Wir nehmen amerikanische Drohungen nicht ernst.”

Einen Tag zuvor hatte Teheran angesichts der anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon erneut die Blockade der Straße von Hormus angekündigt. Laut Tasnim werde die Meerenge nur dann geöffnet, wenn Israel die Bombardierung des Libanon einstellt und den Verkauf von iranischem Öl genehmigt.

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