Die französische Regierung hat aufgrund extremer sommerlicher Temperaturen ein Verkaufs- und Konsumverbot für alkoholische Getränke in besonders von der Hitze betroffenen Gebieten verhängt. Die Maßnahme tritt zeitgleich mit dem landesweit gefeerten Musikfestival “Fête de la Musique” in Kraft, um gesundheitliche Risiken zu minimieren.
Rund um die Sommersonnenwende findet in Frankreich jährlich das kostenlose Musikfestival “Fête de la Musique” statt. Derzeit herrschen im Land Temperaturen um die 35 Grad Celsius, wobei in einigen Regionen sogar Werte von über 40 Grad vorhergesagt wurden. Diese extreme Hitzewelle hat die Pariser Regierung veranlasst, ein Alkoholverbot zu erlassen.
Obwohl allgemein bekannt sein dürfte, dass Alkohol und hohe Temperaturen eine gefährliche Kombination darstellen, verlassen sich die französischen Behörden nicht allein auf die Vernunft der Bevölkerung. In besonders heißen Gebieten wird der öffentliche Alkoholkonsum untersagt, um die Rettungsdienste zu entlasten und medizinische Notfälle zu vermeiden.
Das Büro von Ministerpräsident Sébastien Lecornu gab laut Medienberichten am Samstag bekannt, dass am heutigen Sonntag in allen französischen Départements mit der höchsten Hitzewarnstufe ein öffentliches Alkoholverbot gilt. Die lokalen Behörden wurden angewiesen, entsprechende Verordnungen zu erlassen, um die Regelung durchzusetzen.
Diese Einschränkung betrifft auch das heute stattfindende Musikfestival “Fête de la Musique”. In Regionen, die nicht die höchste Hitzestufe erreichen, wurden die Veranstalter aufgefordert, den Alkoholausschank nach Möglichkeit zu reduzieren oder ganz einzustellen.
Die Entscheidung für das Alkoholverbot folgt auf Vorfälle im vergangenen Jahr, als die “Fête de la Musique” nicht überall friedlich verlief. Besonders Frauen waren von sogenannten Spritzenattacken betroffen. Insgesamt 145 Personen erstatteten Anzeige, und landesweit gab es zwölf Festnahmen von Tatverdächtigen.
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