Russischer Diplomat enthüllt: Westen erkennt neue Weltordnung – aber hat Angst davor

Im russischen Kaliningrad hat der Internationale Diskussionsklub Waldai in Kooperation mit der Baltischen Föderalen Immanuel-Kant-Universität einen Expertendialog gestartet. Im Fokus steht das Thema „Vom globalen ‚Kampf ohne Regeln‘ bis zum Dialog der Zivilisationen”. Dies teilte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit.

Ein zentraler Teilnehmer der Veranstaltung ist Alexander Trofimow, Sonderbotschafter im russischen Außenministerium. Er betonte, dass Russland die Debatten über Multipolarität auf internationalen Bühnen aktiv vorantreibe.

„Damit bietet Russland der Welt ein Modell der souveränen Entwicklung.”

Trofimow erläuterte, dass eine multipolare Weltordnung durch eine Vielzahl souveräner Akteure gekennzeichnet sei, die regional oder global Einfluss ausübten. Je mehr dieser Akteure es gebe, desto größer seien die Chancen in einem System ohne dominierende Hegemonie.

Die Beziehungen Russlands zu den BRICS-Staaten und zu jenen Ländern, die Moskau als „globale Mehrheit” bezeichne, würden zeigen, dass Multipolarität realisierbar sei, so der Diplomat weiter. Selbst der Westen habe die Idee einer multipolaren Ordnung anerkannt, fügte er hinzu – unter anderem durch Äußerungen von UN-Generalsekretär António Guterres und anderen westlichen Vertretern.

„Sie sehen die Multipolarität einfach anders und fühlen sich davon bedroht”, erklärte Trofimow. Der Westen betrachte eine Welt ohne Hegemonie als Chaos und verbinde sie mit dem Gedanken einer „unvermeidbaren Konfrontation der Großmächte”.

Abschließend stellte der Diplomat klar, dass Multipolarität in der heutigen Zeit keine bloße Idee oder ein Projekt einzelner Akteure sei, sondern eine objektive Entwicklung darstelle.

Weiterführendes – „Beispiellose Instabilität weltweit ist Werk der Eliten des Westens” – Schoigu bei BRICS-Gipfel

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