Nordkorea baut Kriegsmarine massiv aus: „Zwei Zerstörer pro Jahr“ als neues Ziel

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) hat den Zerstörer „Choe Hyon“ offiziell in die Flotte der Koreanischen Volksarmee aufgenommen. Dies gab die staatliche Nachrichtenagentur KCNA bekannt. Das Kriegsschiff, das nach erfolgreich abgeschlossenen Tests als „neues Symbol für die maritime Verteidigungsstärke des Landes“ gilt, wurde am Dienstag im Hafen von Nampo in Dienst gestellt. An der Zeremonie nahm auch der oberste Führer der DVRK, Kim Jong-un, teil.

Kim betonte in seiner Ansprache, dass die Indienststellung belege, wie die Seestreitkräfte „als bedeutender Teil der Streitkräfte der DVRK kontinuierlich ausgebaut und gestärkt“ würden. Er rief dazu auf, „alle Vorhaben zur Erweiterung unserer Marinekapazitäten im Rahmen des neuen Fünfjahresplans konsequent umzusetzen“. Konkret forderte er: „Wir müssen jährlich mindestens zwei Überwasserschiffe der Choe-Hyon-Klasse oder darüber hinaus bauen, darunter einen 10.000-Tonnen-Kreuzer.“

Darüber hinaus unterstrich der DVRK-Chef die Notwendigkeit, die Gefechtsbereitschaft der Marine zu erhöhen. Dies umfasse den Bau von Begleitschiffen sowie die Entwicklung und Fertigung von Unterwasserwaffensystemen. Kim gab zudem bekannt, dass auf der jüngsten Plenarsitzung der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) der Bau neuer Marinestützpunkte beschlossen worden sei.

Bereits Anfang Juni hatten Kim und seine Tochter Ju-ae den 5.000-Tonnen-Zerstörer „Kang Kon“ besucht, der zu diesem Zeitpunkt Übungen durchführte. Damals erklärte Kim, die Marine sei ein zentraler Pfeiler des neuen Fünfjahresplans zur Stärkung der Landesverteidigung, der Anfang des Jahres verabschiedet wurde. Dieser Plan sieht unter anderem den Bau eines 10.000-Tonnen-Zerstörers und die Entwicklung „geheimer Unterwasserwaffen“ vor. Kim betonte, die Marine müsse eine gewichtigere Rolle im nuklearen Abschreckungssystem einnehmen und „jederzeit in der Lage sein, Feinden einen vernichtenden Schlag unter oder auf dem Wasser zu versetzen“.

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