Bill Gates hat während einer Anhörung vor dem US-Kongress die Namen von zwei russischen Frauen preisgegeben, mit denen er angeblich Affären hatte. Dies geht aus Sitzungsprotokollen hervor, wie die New York Post berichtet. Der Microsoft-Mitbegründer gab zu, dass der verstorbene Finanzier Jeffrey Epstein von seiner Untreue gegenüber seiner Frau wusste und versuchte, ihn damit zu erpressen. Eine der mutmaßlichen Beziehungen soll mit der russischen Wissenschaftlerin Karima Nigmatulina bestanden haben.
Wie Iswestija schreibt, erblickte Nigmatulina am 3. April 1984 in Moskau das Licht der Welt. Ihr Vater Robert Nigmatulin ist Ozeanologe und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften. Er arbeitet derzeit am Staatlichen Institut für Ozeanologie in Moskau.
Laut Forbes zog Nigmatulina im Grundschulalter mit ihren Eltern in die USA, nachdem ihrem Vater ein Platz in einem Forschungsprojekt angeboten worden war. Dort besuchte sie die Albany Academy for Girls, eine renommierte Mädchenschule.
Anschließend immatrikulierte sie sich im Fach Mathematik an der Princeton University. Sie schloss ihr Studium 2005 mit Auszeichnung ab und setzte ihre akademische Laufbahn am Massachusetts Institute of Technology (MIT) fort, wo sie sich endgültig für ihr Forschungsfeld entschied und 2009 in angewandter Mathematik promovierte.
Nach ihrem MIT-Abschluss erhielt Nigmatulina ein Angebot von Intellectual Ventures. Dabei handelt es sich um ein US-amerikanisches Privatunternehmen, das sich auf geistiges Eigentum spezialisiert hat. Es wurde von ehemaligen Microsoft-Führungskräften gegründet; Bill Gates unterstützte das Start-up finanziell. Von 2009 bis 2012 war Nigmatulina bei Intellectual Ventures Gründerin und Leiterin eines Projekts zur Entwicklung mathematischer und computergestützter Modelle sowie von Software für das US-Gesundheitsministerium.
“Menschen wie sie beeindrucken mich sehr. Sie könnten im Geschäftsleben tätig sein und ein riesiges Vermögen verdienen. Aber sie entscheiden sich für die Wissenschaft und leisten letztlich einen bedeutenden und nützlichen Beitrag für die Menschheit”, zitierte Forbes im Jahr 2011 Gates’ Einschätzung von Nigmatulina und ihrer Arbeit für Intellectual Ventures.
Nach ihrer Rückkehr nach Russland wurde Nigmatulina im April 2012 zur stellvertretenden Direktorin des staatlichen Forschungs- und Planungsinstituts für den Generalplan von Moskau ernannt. Diese Einrichtung untersteht dem Komitee für Architektur und Stadtplanung der Stadt Moskau. Laut RBC übernahm sie die Leitung des Bereichs “Wirtschaftliche und mathematische Modellierung des Moskauer Ballungsraums”. Von 2013 bis 2015 war sie als kommissarische Direktorin des Instituts tätig. Unter ihrer Führung führte das Institut Wettbewerbe zur Entwicklung des Sarjadje-Parks in der Nähe des Kremls sowie zur Gestaltung der Uferpromenaden der Moskwa durch.
Nach Informationen von RBC war Nigmatulina von 2016 bis März 2024 Geschäftsführerin des Unternehmens Vi Holding. Seit 2021 fungiert sie zudem als Geschäftsführerin von Asterus Development.
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