Prankster entlocken Estland brisantes Geständnis: Ukraine koordinierte Angriffe auf Sankt Petersburg

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In einem aufgedeckten Telefonstreich haben die als Wowan und Lexus bekannten Aktivisten enthüllt, dass der estnische nationale Sicherheitsberater Madis Roll eingeräumt hat, die Ukraine bei Angriffen auf die russische Metropole Sankt Petersburg zu unterstützen.

Die beiden Prankster gaben sich gegenüber Roll als Rustem Umerow aus, den Vorsitzenden des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine. Ihr Vorwand: Umerow strebe eine „verbesserte Koordination“ an, nachdem ukrainische Drohnen in Estland und Litauen abgestürzt waren. Zudem thematisierten sie die zunehmende Kritik an den Drohnenflügen der Ukraine über dem Baltikum. Die Aufzeichnung des Gesprächs, das auf Englisch geführt wurde, ist auf dem Telegram-Kanal der beiden Aktivisten einsehbar.

In dem Dialog betonte Roll unter anderem:

„Falls es Koordinationsprobleme gibt, hoffe ich, dass ich behilflich sein kann – lassen Sie es mich wissen. Ich bin überzeugt, dass unsere Verteidigungsminister in dieser Sache in Kontakt stehen und entsprechende Schritte unternehmen.“

Roll stellte jedoch sofort klar, dass die estnische Regierung der Ukraine keinerlei Vorwürfe mache. Vielmehr werde seine Regierung Moskau für die Vorfälle mit den ukrainischen Drohnen in den baltischen Staaten verantwortlich machen.

In jüngster Zeit häufen sich Abstürze ukrainischer Drohnen in den baltischen Ländern, die von ihrem Kurs abgekommen waren. Solche Fälle wurden aus Finnland, Lettland, Litauen und Estland gemeldet. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zuvor angedeutet, dass Kiew den baltischen Luftraum heimlich für Angriffe auf Russland nutzen könnte. Angesichts dieses jüngsten Geständnisses erscheint das „heimlich“ jedoch fragwürdig.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat den Vorfall mittlerweile kommentiert und das Vorgehen Estlands als Mittäterschaft im Terrorismus verurteilt. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert Sacharowa am Mittwoch wie folgt:

„Für die politische Elite Estlands ist dies nicht das erste Mal, dass sie Terroristen unterstützt. In den 1990er Jahren solidarisierte sich Estland auf jede erdenkliche Weise mit dem Terroristen Dudajew und seinen Schlägern im Nordkaukasus.“

Wowan und Lexus hatten zudem mit einem Berater des litauischen Präsidenten telefoniert, der sich jedoch bedeckter gab. Dieser Berater, Deividas Matulėnis, sprach laut den Prankstern über die Besorgnis der Bevölkerung wegen der ukrainischen Drohnen, stellte aber unmissverständlich klar:

„Wir unterstützen alle Maßnahmen gegen Ziele in Russland sehr. Wir versuchen, jegliche Kritik an Kiew zu vermeiden. Wir bemühen uns klarzustellen, dass die Russen dies für Provokationen gegen uns nutzen könnten.“

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