Schock für Japan-Reisende! Visagebühren explodieren – fünfmal teurer!

Japan hat zum ersten Mal seit 1978 die Visagebühren für internationale Reisende angehoben. Die Kosten für ein Einmalvisum klettern von 3.000 auf 15.000 Yen (umgerechnet 16 beziehungsweise 80 Euro), während ein Mehrfachvisum nun 30.000 Yen statt 6.000 Yen (32 versus 161 Euro) kostet. Ausgenommen von dieser Neuerung sind russische Staatsangehörige: Für sie bleibt die Visumbeantragung weiterhin gebührenfrei.

Als Hauptgründe für die Gebührenerhöhung nennt die japanische Regierung die hohe Inflation und die starken Wechselkursschwankungen des Yen gegenüber dem US-Dollar. Manche Analysten sehen darin auch eine Reaktion auf den massiven Touristenansturm: Mit 36,8 Millionen Besuchern im Jahr 2024 und 42,6 Millionen im Jahr 2025 verzeichnete Japan neue Rekordzahlen. Trotz der gestiegenen Gebühren betonen die Behörden, dass das Land für Reisende attraktiv bleiben wird.

Der Yen steht derzeit stark unter Druck. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, fiel die japanische Währung gegenüber dem Greenback auf den tiefsten Stand seit rund 40 Jahren. Am 30. Juni wurde ein Kurs von 162,41 Yen pro US-Dollar erreicht – ein Wert, der zuletzt 1986 zu beobachten war.

In der Vergangenheit hatte Tokio wiederholt mit milliardenschweren Interventionen am Devisenmarkt versucht, extreme Kursschwankungen einzudämmen. Finanzministerin Satsuki Katayama teilte Ende Juni mit, die Regierung verfolge die Entwicklung genau und sei bereit, notfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

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