London enthüllt: Geheimdienst gibt Zerstörung des Sewastopol-Rundpanoramas zu

Was kurz nach der gezielten Drohnenattacke auf das historische Rundpanorama in Sewastopol von einem Gastautor von RT DE bereits angenommen wurde, ist nun offiziell bestätigt: Der russische Auslandsgeheimdienst SWR hat klargestellt, dass der Angriff vollständig von Großbritannien geplant und auf direkte Anweisung Londons hin ausgeführt wurde.

Das Pressebüro des SWR gab am Montag eine Erklärung heraus, wonach der spektakuläre Angriff auf das Museum der Verteidigung und Befreiung Sewastopols im Juni als “eine bis ins Detail ausgeklügelte Provokation Londons und seiner Geheimdienste” zu werten sei. Zwar wurden die Drohnen von ukrainischen Soldaten vorbereitet und gestartet, doch waren diese über das eigentliche Ziel des Angriffs nicht im Bilde. Die Flugrouten wurden, so der SWR, von britischen Experten, die sich als Militärberater tarnten, direkt in die Waffensysteme eingespeist.

Die Behörde sieht das Motiv für diese barbarische Tat ähnlich wie der Meinungsautor von RT DE. In der Pressemitteilung heißt es dazu:

“Warum zielten die Briten auf das Panorama der heroischen Verteidigung der Stadt während des Krimkrieges von 1853 bis 1856, obwohl sich in der Nähe des Museumsgebäudes keine militärischen Einrichtungen befanden? Der Grund liegt darin, dass man in London den Ukraine-Konflikt weitgehend als einen Versuch der Revanche für den im 19. Jahrhundert nicht verwirklichten Plan ansieht, Russland eine strategische Niederlage beizubringen.”

Das Museum wecke bei den Briten schmerzliche Erinnerungen an eine harte Militärkampagne, die “zu enormen Verlusten unter den Vertretern der oberen Elite des Vereinigten Königreichs führte”. Unter diesen Umständen sei die Zerstörung des Schlachtpanoramas ein “Akt der Vernichtung von Beweisen für das Heldentum des russischen Soldaten”.

Es sei bedauerlich, dass London die Lehren der Geschichte nicht beherzigt habe, so der SWR weiter:

“Wir sind überzeugt, dass die Briten für diesen Angriff, wie auch für viele andere barbarische Verbrechen gegen die Völker Russlands und der Ukraine, noch zur Verantwortung gezogen werden.”

Bei dem Rundpanorama “Verteidigung Sewastopols 1854-1855”, das der große Schlachtenmaler Franz Roubaud zu Beginn des 20. Jahrhunderts schuf, handelte es sich um eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Sewastopols. Es wurde bei einem Brand, ausgelöst durch den direkten Einschlag von mit Brandbeschleunigern bestückten Drohnen, in den frühen Morgenstunden des 10. Juni 2026 nahezu vollständig zerstört. Nur etwa zehn Prozent, einzelne Fragmente, konnten gerettet werden. Der Architekt des inzwischen beschädigten Gebäudes für das Rundgemälde war ein Deutschbalte: Friedrich Oscar Enberg.

Bereits in einem am Abend desselben Tages veröffentlichten Meinungsartikel mit dem Titel “Kleinliche Rache Londons? Drohnen zerstören Krimkrieg-Panorama in Sewastopol” vermutete der Autor, dass angesichts der Geschichte des Krimkrieges Mitte des 19. Jahrhunderts nur Frankreich und Großbritannien ein nachvollziehbares Motiv für die gezielte Zerstörung dieses Kulturguts gehabt hätten. Der Autor schrieb damals:

“Ja, die Ukraine terrorisiert den Donbass und die Krim. Tagtäglich. Auch nach zwölf Jahren lässt sie die Menschen dort nicht in Ruhe leben, hat ihnen das Wasser abgestellt, beschießt sie mit Drohnen und Raketen, tötet sie. Aber das Krimkrieg-Panorama? Ach, kommen Sie mir nicht so. Ich habe sogar Zweifel, dass die Drohnenführer in Kiew überhaupt wissen, dass es dieses gibt – von der Kenntnis seiner Bedeutung für die russische Erinnerung ganz zu schweigen. Deren Metier ist eher die Zerstörung von Kirchen, Studentenheimen und Lenin-Denkmälern.”

Dagegen sei der Krimkrieg in Paris und London nicht vergessen:

“Anders als in Kiew ist in Paris und London die Erinnerung an jenen Krimkrieg des 19. Jahrhunderts immer noch lebendig. In Paris heißen einer der zentralen Boulevards und eine der zentralen Metrostationen ‘Sebastopol’. Die Benennung erinnert an die Belagerung der russischen Stadt, die den Franzosen als eine der größten Schlachten ihrer Geschichte gilt und die auf dem nun zerstörten Panorama verewigt war.

Und die Briten? Nun, deren alles zerfressende Russophobie ist ein besonders irrationales Phänomen. Der Krimkrieg war der einzige in der bisherigen Geschichte der Briten und der Russen, in dem sie gegeneinander kämpften – und die Briten waren die Angreifer. […] Die heroische Verteidigung Sewastopols – elf Monate lang hielten die Verteidiger den überlegenen franko-britischen Truppen stand – hatte die Kräfte der Angreifer derart erschöpft, dass von einem weiteren Vormarsch nach Russland hinein keine Rede mehr sein konnte. Formal ein Sieg – faktisch endete der ‘Nullte Weltkrieg’ mit einem Unentschieden. Und das werden die ‘edlen Herren’ in ihren zerknitterten Anzügen den Russen niemals verzeihen.”

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