US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino interveniert hat, um die Rote Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun aufheben zu lassen. Die Entscheidung des “schrecklichen” Schiedsrichters sei seiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt, sagte Trump vor Journalisten im Oval Office. Dies berichtet die Welt am Montag.
“Ich habe nur um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht glaube, dass es ein Foul war, und ich kenne mich mit solchen Dingen aus”, erklärte er weiter. Gleichzeitig räumte er ein, zunächst nicht gewusst zu haben, was eine Rote Karte überhaupt bedeutet: “Als ich es dann erfuhr, dachte ich: ‘Das kann doch nicht wahr sein!'”
Medienberichten zufolge hatte Trump direkt mit Gianni Infantino telefoniert, um den Fall zu besprechen. “Ich habe mit einem Mann gesprochen, der hoch angesehen ist – und dessen Ansehen sich verzehnfacht hat”, sagte Trump dazu. Nur wenige Stunden zuvor hatte die FIFA mitgeteilt, die wegen der Roten Karte verhängte Sperre gegen Balogun zur Bewährung auszusetzen. Damit ist der Torjäger für das WM-Achtelfinale der USA gegen Belgien spielberechtigt, das am Montagabend stattfindet. Anpfiff in Seattle ist um 2 Uhr deutscher Zeit.
Trump hatte sich zuvor in seinem Online-Netzwerk Truth Social bei der FIFA bedankt, “dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat”. Nun sagte er: “Ganz egal, was passiert, man muss ihnen erlauben, ihre besten Spieler einzusetzen.” Die politische Einflussnahme Trumps während der Fußball-WM hat einen Skandal ausgelöst, der von hochrangigen Fußballfunktionären, Experten und Politikern massiv kritisiert wurde.
Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners gelandet war. Er wurde zunächst für ein Spiel gesperrt. Trumps Interpretation der Szene: Zwei “großartige Athleten” seien zusammengestoßen und hätten sich ineinander verhakt: “Das war kein Fall, in dem jemand zugeschlagen hat, was, wie Sie wissen, etwas anderes wäre.”
Die FIFA setzte die Sperre später unter Berufung auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements für ein Jahr zur Bewährung aus. Damit ist der US-Stürmer nach derzeitigem Stand für das Achtelfinale gegen Belgien spielberechtigt.
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