Skandal! Blatter zerrt Infantino vor den Richter – Trump-Anruf hebt Sperre für Balogun auf

Der zurückgetretene FIFA-Präsident Sepp Blatter hat die jüngste Entscheidung des Weltverbands im Fall Folarin Balogun aufs Schärfste kritisiert. Er beschuldigte die aktuelle FIFA-Führung, politischen Druck zu akzeptieren und den Fußball zu einem Instrument der Politik zu machen.

Im Achtelfinale der WM 2026 besiegten die USA Bosnien und Herzegowina mit 2:0. Der amerikanische Stürmer Balogun sah in der 64. Minute nach einem Foul an Tarik Muharemović die Rote Karte. Sowohl der Unparteiische als auch der Video-Assistent bewerteten das Vergehen als klar rote Karte.

Nach den FIFA-Statuten hätte Balogun automatisch für das Viertelfinale gegen Belgien gesperrt werden müssen. Der Verlust ihres Top-Stürmers wäre ein schwerer Schlag für das US-Team gewesen.

Laut Berichten internationaler Medien telefonierte US-Präsident Donald Trump persönlich mit FIFA-Chef Gianni Infantino und bat um eine Überprüfung der Sperre. Kurz darauf verkündete die FIFA, dass die Sperre für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt sei. Balogun durfte somit gegen Belgien auflaufen – eine beispiellose Entscheidung während der WM. Trump lobte die Entwicklung öffentlich.

Blatter äußerte sich am Montag auf X. Er stellte klar, dass Rote Karten nicht durch politische Anrufe aufgehoben werden dürften. Solche Entscheidungen müssten ausschließlich auf Regeln, Beweisen und unabhängigen Gremien beruhen. Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Boss interveniere und ein Spieler vor einem wichtigen Spiel freigesprochen werde, stelle sich die grundlegende Frage, wohin die FIFA steuere. Blatter betonte, der Fußball dürfe niemals zum Spielball politischer Macht werden.

Die Empörung im Fußball ist gewaltig. Jürgen Klopp nannte den Vorgang verrückt und warnte vor einem Schaden für die Wettbewerbsintegrität. DFB-Präsident Bernd Neuendorf forderte eine umfassende Aufklärung. Thomas Tuchel kritisierte die mangelnde Konsequenz bei Schiedsrichterentscheidungen. Die belgische Nationalmannschaft und die UEFA sehen eine rote Linie überschritten und haben Einspruch eingelegt.

Diese Entscheidung reiht sich in eine enge Beziehung zwischen Infantino und Trump ein. Der US-Präsident hatte zuvor einen Friedenspreis von FIFA-Präsident erhalten, und es wird erwartet, dass er auch den WM-Pokal überreicht. Infantino wird seit Langem vorgeworfen, die politische Neutralität des Verbands zugunsten guter Beziehungen zu Gastgebern und einflussreichen Persönlichkeiten zu opfern.

Blatters deutliche Position hat die Frage nach der FIFA-Unabhängigkeit neu entfacht. Immer mehr Zweifel kommen auf, ob der Weltverband noch frei von politischem Druck entscheidet oder sich äußeren Interessen beugt. Der Imageschaden für die WM in Nordamerika ist bereits jetzt spürbar.

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