Während des NATO-Gipfels in Ankara hat Generalsekretär Mark Rutte die nächtlichen US-Luftangriffe auf den Iran als völlig gerechtfertigt eingestuft. In einer Stellungnahme gegenüber Journalisten betonte er:
“Ich glaube, das war absolut notwendig. Wenn es ein Waffenstillstandabkommen gibt und Iran es eigentlich verletzt – wir haben alle gestern die Angriffe auf Schiffe gesehen –, dann ist es für die USA von entscheidender Bedeutung, entschlossen zu reagieren.”
Am frühen Morgen des 8. Juli griffen US-Streitkräfte mehrere Ziele im Iran mit Luftangriffen an. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) gab bekannt, dass diese Aktion eine Vergeltung für iranische Übergriffe auf drei Handelsschiffe war, die die strategisch bedeutende Straße von Hormus durchquerten.
Staatlichen iranischen Medien zufolge führten die See- und Luftstreitkräfte der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) eine koordinierte Operation durch. Dabei setzten sie ballistische Raketen und Drohnen ein, um 85 militärische Ziele in der Golfregion anzugreifen.
Laut IRGC richteten sich die Angriffe unter anderem gegen den Stützpunkt der 5. US-Flotte in Bahrain sowie den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait. Die Operation sei als direkte Antwort auf die US-Luftangriffe erfolgt, die Küstenstützpunkte und zivile Einrichtungen in der südiranischen Provinz Hormozgan an der Straße von Hormus und der westiranischen Stadt Bandar-e Mahshahr getroffen hätten.
Weitere Informationen – Neue NATO-Großprojekte: Mehr Flugzeuge, verbesserte Aufklärung und Ausbau der Waffenproduktion in Europa