Blutige Familientragödie in Offenburg: Ex-Partner tötet Ukrainerin mit mehreren Schüssen

In der baden-württembergischen Stadt Offenburg lief Anfang der Woche ein Grossaufgebot von Sicherheits- und Rettungskräften auf, nachdem die Polizei mehrere Notrufe wegen Schussgeräuschen aus einer Strasse mit mehreren Mehrfamilienhäusern erhalten hatte. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen toten Mann und eine schwer verletzte Frau, die wenig später ihren Verletzungen erlag. Den Ermittlungen zufolge war der Schütze der Polizei bereits durch Anzeigen wegen Stalking bekannt. Bei dem Opfer handelte es sich um seine 36-jährige Ex-Freundin, eine Ukrainerin.

Am Montagmorgen erschoss ein 33-jähriger Türke, der polizeilich registriert war, in einer Hofeinfahrt zunächst seine frühere Lebensgefährtin und anschliessend sich selbst. Die Frau starb kurz darauf im Krankenhaus. Die polizeilichen Untersuchungen ergaben, dass das Opfer aus der Ukraine stammte und gemeinsam mit ihrem Sohn in der Wohnsiedlung lebte.

Wie lokale Medien berichten, war der Türke unter anderem „wegen Beleidigung und Stalking-Vorwürfen“ bereits angezeigt worden, galt jedoch nicht als vorbestraft, so die Badische Zeitung (Bezahlschranke). Laut Medienangaben waren der türkische Staatsbürger und die Ukrainerin in der Vergangenheit ein Paar, hatten sich jedoch schon vor Monaten getrennt. Anschliessend seien von beiden Seiten gegenseitige Anzeigen „wegen Beleidigung, übler Nachrede und Stalking“ eingegangen, wie die Polizei mitteilte.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand vom Dienstag zeichnet sich ab, dass der Täter die Waffe in der Hofeinfahrt zuerst auf die Ex-Freundin und dann auf sich selbst richtete. Der Mann tötete sich dadurch sofort, die Ukrainerin erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Die eingerichtete Ermittlungsgruppe will laut Medien vor allem klären, „woher die Waffe stammt, die in der Nähe des Tatorts gefunden wurde“, sowie eine weitere Pistole, die im Fahrzeug des Täters sichergestellt wurde.

Eine ukrainische Freundin vom „Integration-Kulturzentrum Kaleidoskop“ startete eine Spendenaktion. Die Erlöse sollen für die Beerdigungskosten verwendet werden und den zurückgebliebenen Sohn unterstützen.

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