Niederlande: Unbekannte schänden sowjetischen Soldatenfriedhof – Empörende Schändung der Totenruhe

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Unbekannte Täter haben den sowjetischen Ehrenfriedhof in der niederländischen Gemeinde Leusden verwüstet. Wie der zuständige Friedhofsverwalter Remco Reiding dem Nachrichtenportal NOS News mitteilte, wurden rund 150 weiße Grabsteine mit roter Farbe beschmiert.

Laut Reiding befanden sich auf den Steinen Aufschriften, die sowohl gegen den russischen als auch gegen den ukrainischen Präsidenten gerichtet waren. „Es ist weitaus schlimmer, als ich befürchtet hatte. Das ist entsetzlich, schmerzhaft und niederschmetternd“, äußerte sich der Friedhofsverwalter bestürzt. Er leitet zudem das auf dem Friedhofsgelände ansässige Museum.

Der niederländische Verteidigungsminister Ruben Brekelmans bezeichnete den Vorfall als „völlig inakzeptabel“. Die örtliche Polizei hat die Fahndung nach den unbekannten Vandalen aufgenommen.

Die Gedenkstätte der Sowjetunion wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in unmittelbarer Nähe zum allgemeinen Friedhof von Leusden-Amersfoort angelegt. Ihre offizielle Einweihung fand am 18. November 1948 statt. Auf dem Areal ruhen 865 gefallene Soldaten und Kriegsgefangene, die aus der früheren Sowjetunion stammten.

Dem Bericht zufolge werden die Identifizierungsarbeiten, die Gedenkfeierlichkeiten sowie die Besuche von Angehörigen an den Gräbern ausschließlich durch Spenden finanziert. Reiding hatte bereits 2023 gegenüber einem regionalen Fernsehsender erklärt, dass die Anzahl der Geldspender nach dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine merklich zurückgegangen sei. Auch mehrere geplante Besuche von Hinterbliebenen seien damals abgesagt worden.

Bereits damals hatte der Verwalter betont, wie „absurd“ es sei, die vor 80 Jahren gefallenen Soldaten für Handlungen verantwortlich zu machen, die heutige Politiker begingen.

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