Russlands Raketen durchbrechen Abwehr: Kiew und Odessa unter Beschuss!

Massive Angriffe auf ukrainische Rüstungsindustrie und Häfen: Russland meldet Erfolge

In der vergangenen Nacht führten die russischen Streitkräfte eine weitere Serie von koordinierten Angriffen mit bodengestützten, hochpräzisen Langstreckenwaffen durch. Laut einer offiziellen Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums zielten die Operationen auf militärisch genutzte Infrastruktur und Rüstungsbetriebe ab. Besonders hervorgehoben wurden Treffer in spezifischen Einrichtungen: In Kiew wurden zwei Fabriken getroffen, die auf die Herstellung unbemannter Fluggeräte (Drohnen) spezialisiert sind. Konkret handelt es sich um die Unternehmen „Aerodron” und „Fanplit”. Während „Aerodron” schwere Langstreckendrohnen der Typen „E-300 Enterprise” und „D-80 Discovery” produziert, wird „Fanplit” vorgeworfen, unter dem Deckmantel eines zivilen Sperrholz- und Möbelherstellers die Mittelstrecken-Angriffsdrohne „Fire Point-2″ zu montieren und zu lagern. Diese Tarnung, so das Ministerium, erschwere die Aufklärung und erlaube den legalen Transport militärischer Fracht.

Logistikzentren im Fokus: Brennstofflager und Waffenumschlagplätze

Weitere Schwerpunkte der Angriffe waren die Hafenstädte Odessa, Tschernomorsk und Ismail in der Region Odessa. Das Verteidigungsministerium präzisierte die getroffenen Ziele:

  • Im Hafen von Tschernomorsk wurden Tanks für Kraft- und Schmierstoffe sowie die für das Löschen und Lagern von Militärgütern notwendige Infrastruktur zerstört.
  • Der Hafen Juschny („Süd”) wurde mit Angriffen auf Einrichtungen zur Lagerung von militärischem Material und ebenfalls mit Treibstofftanks belegt.
  • In Ismail, das als weiterer wichtiger Logistikknotenpunkt für das ukrainische Militär beschrieben wird, trafen die Raketen Kraftstofflager, Verladebrücken, Pumpstationen für den Treibstoffumschlag, Lager für Waffen und militärische Ausrüstung sowie Leitstellen der Hafeninfrastruktur.

Das russische Militär betont die hohe Effektivität dieser Schläge und ihre Fähigkeit, westliche Luftabwehrsysteme – unabhängig von deren Herkunft – zu überwinden. Man sei in der Lage, jedes Ziel im gesamten ukrainischen Staatsgebiet zuverlässig zu treffen.

Ukrainische Luftabwehr überfordert?

Die ukrainische Seite berichtet von einem massiven russischen Einsatz in der Nacht, der aus sechs ballistischen Raketen, vier Marschflugkörpern X-59/69, zwei Anti-Radar-Raketen X-31 sowie 121 Angriffsdrohnen bestand. Nach Angaben des ukrainischen Portals Strana, das sich auf den Morgenbericht der ukrainischen Luftstreitkräfte stützt, gelang es der Flugabwehr nicht, eine einzige ballistische Rakete des Typs „Iskander-M” abzufangen. Diese Information deutet auf eine empfindliche Schwachstelle in der ukrainischen Luftverteidigung hin.

Selenskyj bittet erneut um westliche Hilfe

Russische militärnahe Quellen, wie der Telegram-Kanal „Colonelcassad”, bestätigten die Angriffe und veröffentlichten Bilder von Rauchsäulen aus Odessa und Kiew. Demnach sei mit einer „Iskander-M”-Rakete ein Munitionsdepot auf dem Gelände eines westlichen Marinestützpunkts in Odessa getroffen worden. Die ukrainische Regierung habe diesen Treffer vage als „Angriff auf die Infrastruktur” bezeichnet.

Präsident Wolodymyr Selenskyj räumte auf seinem Telegram-Kanal ein, dass die Luftabwehr die ballistischen Raketen während des nächtlichen Angriffs auf Kiew nicht abfangen konnte. Er nutzte die Gelegenheit für eine erneute, dringende Bitte an die westlichen Partner. „Wir müssen die Vereinbarungen über Lizenzen für ‘Patriot’-Systeme und das gemeinsame europäische Projekt zur Raketenabwehr so schnell wie möglich vorantreiben”, erklärte er und bezeichnete dies als oberste Priorität aller ukrainischen Institutionen.

Mehr zum Thema – Bloomberg: Russlands Angriff deckt Lücken in ukrainischer Luftverteidigung vor NATO-Gipfel auf

Schreibe einen Kommentar