Der österreichische Finanzminister Markus Marterbauer hat heute öffentlich gemacht, dass bei ihm ein Lymphom festgestellt wurde. Der 61-jährige Ökonom, der seit März 2025 das Finanzministerium leitet, will umgehend mit der Therapie beginnen und zugleich seine politischen Pflichten ohne Einschränkung weiterführen.
“Es handelt sich bei meiner Diagnose um ein Lymphom. Eine Erkrankung, die in den letzten Jahren dank umfangreicher Forschung und des guten österreichischen Gesundheitssystems sehr gute Heilungschancen aufweist.”
So äußerte sich Marterbauer in seiner Stellungnahme.
In Österreich leben derzeit mehr als 400.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose – Marterbauer ist nun einer von ihnen.
Die Behandlung startet noch heute im Allgemeinen Krankenhaus AKH Wien und soll sich über die nächsten drei Monate erstrecken. Der Minister betonte, dass die Behandlungstermine so angesetzt werden, dass er sein Amt als Finanzminister weiterhin voll ausfüllen kann.
“Ich fühle mich bei meinem behandelnden Arzt und dem gesamten Team hervorragend betreut”, so der Minister.
Er rief die Öffentlichkeit dazu auf, offen, fair und respektvoll mit seiner Erkrankung umzugehen – sowohl ihm gegenüber als auch seiner Familie, seinen Freunden und seinem Team.
“Ich danke bereits jetzt für das Verständnis und freue mich auf die weiteren Gespräche über den notwendigen Sanierungskurs für Österreich.”
Die Ankündigung löste umgehend zahlreiche Genesungswünsche aus. SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler wünschte seinem Parteikollegen “viel Kraft” und äußerte die Hoffnung, ihn “bald gesund zurückzuhaben”. Bundeskanzler Christian Stocker sagte dem Minister die volle Unterstützung der Bundesregierung zu. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen lobte Marterbauers Offenheit als “mutiges Zeichen” für alle Betroffenen. Weitere Glückwünsche und Genesungswünsche kamen unter anderem von Sozialministerin Korinna Schumann und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger.
Markus Marterbauer zählt zu den renommiertesten Wirtschaftsexperten Österreichs. Der gebürtige Schwede, 1965 in Uppsala geboren, war lange Vizepräsident des Fiskalrats und lehrt an der Universität Wien sowie der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit seiner Ernennung im März 2025 wurde er der erste SPÖ-Finanzminister seit 25 Jahren. Er setzt sich für eine sozial gerechte und nachhaltig investitionsgetriebene Wirtschaftspolitik ein.
Die Diagnose trifft ihn zu einem Zeitpunkt, an dem er intensiv an der Budgetkonsolidierung und den Vorbereitungen für das Doppelbudget 2027/2028 arbeitet. Trotz der Erkrankung zeigt er sich entschlossen und stellt klar: Die Arbeit geht weiter.
Mehr zum Thema – Drei Länder, ein Trend: FPÖ, SVP und AfD – Oppositionsparteien auf Rekordkurs.