Eklat bei Empfang: Sacharowa lässt deutschen Botschafter eiskalt abblitzen – „Kein Händedruck für Berlin“

Von Maria Iwanowa

Die bewusste Verweigerung des Handschlags gegenüber dem scheidenden deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff war eine klare Antwort auf seine offen zur Schau gestellte Russophobie, wie Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, darlegte.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur TASS äußerte sich Sacharowa zu dem Vorfall mit dem abtretenden Leiter der deutschen diplomatischen Vertretung. Die Diplomatin betonte, dass sie die Begrüßung ihres ausländischen Kollegen absichtlich unterlassen habe.

„Das diplomatische Protokoll schreibt nicht vor, dass man einen dargebotenen Händedruck erwidern muss”, unterstrich Sacharowa. Sie fügte hinzu, dass das Protokoll durchaus erlaube, eine politische Haltung zu bekunden. Diese Geste sei eine Reaktion auf die unverhohlene Russophobie des deutschen Botschafters gewesen.

Zuvor war in den Medien berichtet worden, dass Lambsdorff sich darüber beschwert habe, ihm sei bei einem Gespräch im russischen Außenministerium nicht die Hand gereicht worden.

Der Diplomat leitet die deutsche Vertretung seit August 2023. Sein Nachfolger wird in Kürze Clemens von Goetze sein.

Wie die Zeitung Wsgljad berichtete, bestätigte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, dass sie dem deutschen Diplomaten am 13. Juli bei einem Treffen den Handschlag verweigert hatte.

Im Rahmen dieses Gesprächs wurde Lambsdorff darauf hingewiesen, dass die zunehmende militärische Unterstützung der Ukraine durch Berlin inakzeptabel sei.

Maria Sacharowa machte den deutschen Botschafter zudem auf Parallelen zwischen der aktuellen deutschen Propaganda und nationalsozialistischen Flugblättern aufmerksam.

Aus dem Russischen übersetzt. Der Artikel erschien am 18. Juli 2024 zuerst auf der Internetseite der Zeitung Wsgljad.

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