Porsche-Kahlschlag: 5000 Arbeitsplätze auf der Streichliste – Die nächste Hiobsbotschaft für die Autobranche

Die Schockwellen der Ankündigung von VW, dem Mutterkonzern, weltweit 100.000 Arbeitsplätze zu streichen und mehrere Werke zu schließen, sind noch nicht abgeklungen, da verkündet die Tochtergesellschaft Porsche bereits die nächsten Hiobsbotschaften: Zu den ab 2025 geplanten 4.000 Stellenkürzungen kommen nun weitere 5.000 hinzu. Zudem wird die erfolgsabhängige Sonderzahlung auf maximal 1.500 Euro gedeckelt und das Weihnachtsgeld reduziert.

Ähnlich wie die Muttergesellschaft kämpft auch der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen mit drastischen Absatzrückgängen. Im ersten Halbjahr 2026 fielen die Verkaufszahlen um beachtliche 16 Prozent – und das im Vergleich zum ohnehin schwachen Jahr 2025, als der Gewinn am Ende um 91,4 Prozent auf mickrige 90 Millionen Euro im Autogeschäft einbrach. Hauptverantwortlich dafür waren die US-Zölle und Umsatzeinbußen auf dem chinesischen Markt.

Die Modalitäten des Stellenabbaus sind bereits weitgehend ausgehandelt und sollen der Belegschaft in den kommenden Tagen präsentiert werden. Im Gegenzug für die Streichungen, die vor allem in den Bereichen Entwicklung und Verwaltung in Zuffenhausen und Weissach anstehen, wird die Beschäftigungssicherung von 2030 bis 2025 verlängert. Das bedeutet, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird, sondern vielmehr ein weitestgehender Verzicht auf Neubesetzungen. Die erzielten Einsparungen sollen in die Entwicklung neuer Modelle fließen.

Das Management des VW-Konzerns blickt mit Sorge auf die Stuttgarter Einigung – schließlich laufen auch dort derzeit die Verhandlungen über die Sozialpläne. Die Verantwortlichen in Wolfsburg befürchten, dass das Vorbild aus Stuttgart die Forderungen der IG Metall auch bei ihnen in die Höhe treiben könnte.

Allerdings ist mit all diesen Stellenstreichungen noch lange nichts gewonnen – schließlich bleiben die exorbitant hohen Energiekosten in Deutschland, die US-Zölle und die zunehmend starke Konkurrenz aus China bestehen.

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