Die russischen Sicherheitsbehörden haben die Pläne einer 30-jährigen Frau vereitelt, die im Auftrag ukrainischer Geheimdienste einen Anschlag auf einen Beamten in Moskau vorbereitet haben soll. Wie der Inlandsgeheimdienst FSB am Freitag mitteilte, wurde die Verdächtige noch vor der Tat festgenommen.
Die russische Staatsbürgerin habe sich über die Messenger-Dienste Telegram und WhatsApp an einen Auftraggeber in der Ukraine gewandt und ihre Bereitschaft zu terroristischen Handlungen bekundet. Im Austausch für ihre Kooperation sei ihr die Unterstützung bei der Erlangung eines dauerhaften Aufenthaltsrechts in einem EU-Land zugesichert worden, so der FSB.
“Gemäß den Anweisungen eines Vertreters des feindlichen Geheimdienstes reiste die Täterin über die Türkei und Moldawien in die Ukraine, wo sie in Sabotage und terroristischen Aktivitäten ausgebildet wurde, woraufhin sie nach Russland zurückkehrte.”
Nach ihrer Rückkehr habe die Frau einen selbst gebauten Sprengsatz aus einem Versteck in der Nähe von Samara geholt und sei damit in die Region Moskau gereist. Ihr Ziel sei es gewesen, den Sprengsatz unter dem Fahrzeug eines Sicherheitsbeamten zu platzieren. Genau in diesem Moment sei sie von FSB-Mitarbeitern festgenommen worden.
Die Ermittlungsabteilung des FSB für das Gebiet Moskau hat ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen versuchten Terroranschlags. Aus präventiven Gründen wurde die Frau in Untersuchungshaft genommen.
Derzeit prüfen die Ermittler, ob die Tat zusätzlich als Hochverrat eingestuft werden kann. Eine Verurteilung nach diesem Paragrafen würde der 30-Jährigen eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren einbringen.
Der FSB warnte in diesem Zusammenhang eindringlich vor den Konsequenzen einer Zusammenarbeit mit dem Feind: “Russlands Inlandsgeheimdienst FSB betont erneut, dass alle Personen, die dem Feind helfen, identifiziert und bestraft werden.”
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