Schock für E-Auto-Fahrer: Britische Regierung beschließt saftige Abgabe – Das droht jetzt auch Deutschland!

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In Großbritannien müssen Fahrer von reinen Elektroautos sowie Plug-in-Hybriden ab dem Jahr 2028 eine Abgabe pro gefahrenem Kilometer entrichten. Die britische Regierung hat diesen Plan nun offiziell bestätigt und gleichzeitig an einigen Stellen abgemildert.

Reine Batterie-Elektrofahrzeuge und Wasserstoffautos werden künftig mit drei Pence pro Meile belastet – das sind etwa 2,2 Cent pro Kilometer. Plug-in-Hybride zahlen nur die Hälfte, da sie zusätzlich weiterhin Kraftstoffsteuer leisten. Die Beträge sollen im Laufe der Zeit an die Inflation angepasst werden.

Bei einer jährlichen Fahrleistung von rund 13.000 Kilometern kommen für ein reines Elektroauto demnach etwa 280 bis 300 Euro zusammen. Diese Gebühr kommt zusätzlich zur normalen Fahrzeugsteuer hinzu.

Die Fahrzeughalter müssen bei der jährlichen Steuerverlängerung ihren Kilometerstand angeben und die erwartete Fahrleistung für das kommende Jahr schätzen. Am Ende des Jahres wird der tatsächliche Kilometerstand überprüft, meist im Rahmen der britischen Hauptuntersuchung. Zu viel oder zu wenig gezahlte Beträge werden dann verrechnet. Eine dauerhafte GPS-Überwachung ist nicht vorgesehen.

Für Neufahrzeuge unter drei Jahren entfällt die ursprünglich geplante zusätzliche Kontrollinstanz. Flotten- und Leasingfirmen profitieren von vereinfachten Sammelabrechnungen und dürfen mit Schätzwerten arbeiten.

Durch das starke Wachstum der Elektroautos sinken die Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer deutlich. Die Regierung rechnet damit, dass diese Einnahmequelle bis 2050 nahezu vollständig versiegen könnte. Während Verbrennerfahrer mit jedem Liter Kraftstoff automatisch Steuern zahlen, leisten E-Auto-Fahrer bisher kaum einen vergleichbaren Beitrag. Die neue Abgabe soll dieses Ungleichgewicht teilweise korrigieren, den Umstieg aber weiterhin attraktiv halten.

Rund 80 Prozent der Einnahmen aus den ersten drei Jahren fließen zurück in die Förderung der Elektromobilität. Insgesamt plant die Regierung, in den kommenden zehn Jahren mehr als 7,5 Milliarden Pfund (etwa 8,8 Milliarden Euro) zu investieren.

Die Regierung erwartet lediglich eine leichte Abschwächung der Neuzulassungen um etwa zwei Prozent. Bis Anfang der 2030er Jahre sollen die Verkaufszahlen von einer halben Million auf rund 1,6 Millionen Fahrzeuge steigen.

Auch in Deutschland sinken die Einnahmen aus der Energiesteuer auf Benzin und Diesel deutlich. Experten rechnen bis 2030 mit Ausfällen in zweistelliger Milliardenhöhe. Gleichzeitig fördert der Bund den Umstieg weiterhin mit der verlängerten Kfz-Steuerbefreiung und der neuen Kaufprämie.

Eine ähnliche kilometerabhängige Abgabe ist hierzulande kurzfristig unwahrscheinlich. Der administrative Aufwand wäre hoch, und die Politik setzt derzeit noch auf Förderung. Langfristig wird Deutschland sich jedoch dem Problem der wegbrechenden Steuereinnahmen stellen müssen. Ob es dann eine höhere Kfz-Steuer, eine allgemeine Maut oder eine fahrleistungsabhängige Abgabe geben wird, bleibt offen.

Das britische Modell zeigt, dass eine nutzungsabhängige Besteuerung von Elektroautos umsetzbar ist, ohne den Umstieg völlig unattraktiv zu machen.

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