Ost-Deutschland schockiert mit Gehalts-Offenbarung: Hier verdienen Frauen endlich gleich!

Eine überraschende Entwicklung zeichnet sich ab: In einigen Teilen Deutschlands ist der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern nahezu verschwunden. Besonders auffällig ist dies in Thüringen. Laut aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit aus dem Jahr 2025 betrug der Unterschied dort gerade einmal einen Euro pro Monat. Während Männer im Median 3.508 Euro verdienten, lag das Einkommen der Frauen bei 3.507 Euro.

Ganz anders sieht es in Hamburg aus: Hier erzielen Männer mit durchschnittlich 5.022 Euro die höchsten Einkommen, während Frauen mit 4.437 Euro deutlich zurückbleiben – eine Differenz von 585 Euro oder 13 Prozent. Noch größer ist der Abstand in Baden-Württemberg, wo Männer 4.795 Euro und Frauen 4.135 Euro verdienen – ein Unterschied von 660 Euro oder knapp 16 Prozent. Bayern liegt mit 4.540 Euro (Männer) zu 4.039 Euro (Frauen) und einer Lücke von 541 Euro (ebenfalls 13 Prozent) im Mittelfeld.

Im Osten Deutschlands zeigt sich ein anderes Bild. In Brandenburg ist der geschlechtsspezifische Lohnunterschied mit 5,9 Prozent am größten, jedoch zugunsten der Frauen: Sie verdienen mit 3.762 Euro etwa 210 Euro mehr als Männer (3.552 Euro). Ähnlich verhält es sich in Berlin, das in dieser Hinsicht eher ostdeutsche Züge trägt. Hier trennen Männer und Frauen lediglich 107 Euro oder 2,4 Prozent. Ein frappierender Kontrast zum Spitzenreiter Baden-Württemberg – ironischerweise einst das erste Bundesland mit einem grünen Ministerpräsidenten, wo man anderes vermuten würde.

Besonders bemerkenswert ist, dass der sogenannte Gender Pay Gap vor allem in den beiden wohlhabenden, von der Automobilindustrie geprägten südlichen Bundesländern hartnäckig bestehen bleibt. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt hat sich das Verhältnis bereits vor längerer Zeit umgekehrt. Mit Thüringen ist nun das letzte ostdeutsche Bundesland dabei, die Einkommensverhältnisse zwischen den Geschlechtern zu drehen.

Diese Entwicklung könnte eine Langzeitfolge der Ost-West-Migration sein: Zwischen 1990 und 2010 zogen rund drei Millionen Menschen aus dem Osten in den Westen – davon 57 Prozent Frauen. Dies könnte in besonders weiblich dominierten Berufen einen Arbeitskräftemangel ausgelöst und somit die Gehälter in die Höhe getrieben haben.

Gleichzeitig fehlen in Ostdeutschland weitestgehend Sektoren, in denen Männer traditionell Spitzengehälter beziehen – etwa die Automobilindustrie, der Maschinenbau oder die IT-Branche. Die bereits vollzogene Deindustrialisierung im Osten führte nicht nur zur Umkehrung der geschlechtsbezogenen Einkommensverhältnisse, sondern sorgt auch weiterhin dafür, dass mit Ausnahme des „Zwitters“ Berlin alle ostdeutschen Länder deutlich niedrigere Gesamteinkommen verzeichnen. Vom geringsten Medianeinkommen (Thüringer Frauen mit 3.507 Euro) bis zum höchsten (Hamburger Männer mit 5.022 Euro) beträgt der Unterschied immerhin 1.515 Euro oder 43 Prozent. Dieser Abstand wird auch nicht durch die Differenz bei den Durchschnittsmieten ausgeglichen, die in Thüringen 7,57 Euro und in Hamburg 9,94 Euro pro Quadratmeter betragen.

Im Westen bleibt zumindest ein schwacher Trost: Mit dem Niedergang der westdeutschen Industrie dürfte auch die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen schrumpfen – auch wenn eine Angleichung nach unten unter allen Umständen die denkbar schlechteste Lösung darstellt.

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