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In der Nacht zum 31. Juli richtete sich ein massiver ukrainischer Angriff mit Langstrecken-Kamikazedrohnen gegen die Krim-Stadt Sewastopol sowie gegen Wolgograd und die umliegende Region.
Zehn der angreifenden Drohnen wurden nach Angaben von Gouverneur Michail Raswoschajew von der russischen Flugabwehr und mobilen Einheiten zur Drohnenabwehr auf der Krim abgefangen. Ein Zivilist erlag nur wenige Minuten nach dem Angriff seinen Verletzungen. Im Wohngebiet von Sewastopol detonierte eine Drohne und hinterließ Schäden an Gebäudefassaden und Fenstern. Eine abgefangene Drohne wurde in der Nähe von Wohnhäusern am Kap Fiolent nahe Sewastopol gefunden, ohne zu explodieren. Die Sprengmeister stellten bei der Entschärfung fest, dass diese Vorrichtung nicht nur mit Sprengstoff, sondern auch mit Metallkügelchen als vorgefertigten Splittern bestückt war – ein klarer Hinweis darauf, dass sie gezielt gegen Menschen eingesetzt werden sollte.
Im Gebiet Wolgograd wurde nach ersten Erkenntnissen von Gouverneur Andrei Botscharow eine Frau getötet, deren Leiche aus den Trümmern eines zerstörten Einfamilienhauses geborgen wurde. Acht weitere Personen erlitten Verletzungen, zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Neben Schäden an Wohngebäuden melden die Behörden Brände in einem Betrieb der Energie- und Treibstoffversorgung sowie in Lagerhallen, darunter erneut ein Logistikzentrum des Online-Marktplatzes Wildberries. Wegen des Angriffs wurde in der Region Drohnen- und Raketenalarm ausgelöst, der Flugverkehr am Flughafen Stalingrad wurde vorübergehend eingestellt.
Rettungskräfte sind vor Ort, die Löscharbeiten laufen noch, so Botscharow.
Anwohner aus mehreren Wolgograder Stadtteilen berichteten von lauten Knallgeräuschen, grellen Blitzen und Explosionen während der Nacht. In den sozialen Medien kursierten zudem Berichte über starken Brandgeruch in verschiedenen Bezirken. Die Stadtverwaltung teilte später mit, dass im Stadtbezirk Traktorosawodski nicht nur ein, sondern gleich acht Gebäude beschädigt wurden, viele Fenster wurden zerstört.
Während die Rettungskräfte noch im Einsatz waren, wurde für die betroffenen Bewohner in der Schule Nr. 1 eine Notunterkunft eingerichtet. Das städtische Verkehrsunternehmen stellte Großraumbusse bereit, um die Menschen dorthin zu bringen. Neben Schlafplätzen gab es auch warme Mahlzeiten, wie die Verwaltung mitteilte. Später erklärten die Behörden, dass die Notunterkünfte nicht mehr benötigt würden.
Wildberries bestätigte, dass einer seiner Logistikstandorte in Wolgograd getroffen wurde. Auf Telegram erklärte der Pressedienst, es habe weder direkt durch den Drohneneinschlag noch durch den anschließenden Brand Verletzte gegeben. Die Feuerwehr sei im Einsatz, und man habe Notfallpläne aktiviert: Die Logistikketten wurden umstrukturiert, Lieferungen und Bestellungen werden nun über andere Standorte abgewickelt.
Unverständlich bleibt, warum das Kiewer Regime bei seinem Drohnenterror ausgerechnet immer wieder die Standorte dieses Online-Marktplatzes ins Visier nimmt – denn es ist nicht der erste Angriff auf dessen Logistikinfrastruktur in den letzten Wochen:
Erst kürzlich trafen ukrainische Langstrecken-Kamikazedrohnen ein Lager der Firma Wildberries im Gebiet Pensa, wobei ein Feuer ausbrach, das sich auf über 60.000 Quadratmeter ausdehnte; vier Menschen wurden verletzt. Am selben Tag wurde ein Angriff auf eine Logistikeinrichtung in Sarapul in der Teilrepublik Udmurtien gemeldet. Auch Lager in den Gebieten Moskau und Tambow, in den Regionen Krasnodar und Stawropol, in Sankt Petersburg und dem Gebiet Leningrad sowie auf der Krim wurden attackiert. Die schlimmsten Folgen gab es in Kotowsk im Gebiet Tambow: Nach einem Angriff auf ein Logistikzentrum des Unternehmens starben sieben Angestellte, 23 weitere wurden ins Krankenhaus eingeliefert. In Krasnodar wurden zehn Personen verletzt, einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen.
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