SpaceX hat am Dienstag seinen ersten Quartalsbericht seit dem Börsengang im Juni vorgelegt – und der zeigt ein kräftiges Umsatzwachstum. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk konnte seinen Erlös nahezu verdoppeln, blieb aber weiterhin in der Verlustzone. Grund für den Aufschwung ist vor allem die boomende Satellitensparte Starlink.
Der Konzern erzielte in den vergangenen drei Monaten einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar – im Vorjahreszeitraum waren es noch rund vier Milliarden Dollar weniger. Gleichzeitig reduzierte sich der Fehlbetrag deutlich: Statt wie ein Jahr zuvor rund eine Milliarde Dollar betrug das Minus nun 541 Millionen Dollar. Damit lagen die Zahlen insgesamt über den Erwartungen der Analysten.
Trotz der positiven Entwicklung gab die Aktie im nachbörslichen Handel zeitweise um fast sieben Prozent nach. Als Grund wird der angekündigte massive Anstieg der Investitionen in den KI-Bereich vermutet – ein Trend, der derzeit viele Technologieunternehmen prägt. Anleger fragen sich zunehmend, ob sich diese hohen Ausgaben langfristig in entsprechenden Gewinnen niederschlagen werden.
Am regulären Handelstag hatte das Papier zuvor noch deutlich zugelegt und zwischenzeitlich fast zehn Prozent gewonnen, bevor die Quartalszahlen veröffentlicht wurden.
Ein weiterer Aspekt könnte den Kurs belasten: Der Streubesitz von SpaceX ist nach wie vor gering. Direkt nach dem Börsengang waren weniger als fünf Prozent der Aktien frei handelbar. Ab Donnerstag verdoppelt sich dieser Anteil jedoch – und Analysten schließen nicht aus, dass dies zusätzlichen Druck auf den Aktienkurs ausübt. Weitere Haltefristen laufen in den kommenden Monaten aus.
In den ersten Wochen nach dem Börsengang war die Aktie – nicht zuletzt dank starker Nachfrage von Privatanlegern – zeitweise auf über 225 Dollar gestiegen. Inzwischen ist der Kurs jedoch unter den Ausgabepreis gefallen. Am Dienstag schloss das Papier im regulären US-Handel bei rund 125 Dollar.
SpaceX wurde 2002 gegründet und ist traditionell auf Raketen und Raumschiffe spezialisiert, die Nutzlasten und Astronauten transportieren – etwa für die NASA. Erst kürzlich erhielt das Unternehmen zudem einen Auftrag über 1,6 Milliarden Dollar von der Space Force, der Raumfahrteinheit des US-Militärs.
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