Jordanien wirft Infantino Erpressung vor: „FIFA-Chef unter Druck – Skandal um die Nationalmannschaft!“

Prinz Ali bin al-Hussein, der an der Spitze des jordanischen Fußballverbands steht und zuvor als Vizepräsident der FIFA fungierte, hat deutliche Kritik an der aktuellen Führung des Weltverbands unter Gianni Infantino geäußert. Insbesondere zog er einen Vergleich zwischen der Zurückhaltung von Preisgeldern für seine Nationalmannschaft und erpresserischen Methoden.

In einem Beitrag auf der Plattform X (früher Twitter) machte der Prinz öffentlich, dass der jordanische Verband bis heute auf die ihm zustehenden 4,2 Millionen US-Dollar warten muss, die für das Endspiel des FIFA-Arabien-Pokals vorgesehen waren. Dieses Turnier wurde im Dezember 2025 in Katar ausgetragen. Nach der Weltmeisterschaft habe man ihm mitgeteilt, dass eine Unterstützung von Seiten des FIFA-Präsidenten Infantino dem jordanischen Verband in erheblichem Maße zugutekommen würde.

Der Prinz betonte jedoch, dass Jordanien sich ethischen Grundsätzen verpflichtet fühle. Man habe weder die Absicht, sich auf eine solche Erpressung einzulassen, noch wolle man Infantino in irgendeiner Form unterstützen.

Infantino steht bereits seit Ende Juli stark in der Kritik, weil er plante, die Vermarktungsrechte zukünftiger Weltmeisterschaften über eine neu geschaffene Organisation namens FIFA Forward Enterprise (FFE) an private Investoren zu übertragen. Der Wert dieses Unternehmens wurde auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Gegen diese Pläne regte sich breiter Widerstand: 136 nationale Fußballverbände, was etwa zwei Dritteln aller FIFA-Mitglieder entspricht, sprachen sich dagegen aus. Es wurden sogar Rufe nach Infantinos Rücktritt laut. Derzeit ziehen viele dieser Verbände ihre öffentlichen Unterstützungsbekundungen für seine Wiederwahl zurück. Die nächste Wahl des FIFA-Präsidenten ist für März 2027 angesetzt.

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