Kiews Schachzug im Schwarzen Meer: Auf US-Druck werden Angriffe gestoppt – Geheimabkommen enthüllt!

Die Ukraine hat zugesichert, künftig auf Attacken gegen ausgewählte Hafenanlagen sowie gegen nicht-russische Öltanker im Schwarzen Meer zu verzichten. Wie _Bloomberg_ berichtet, wurde diese Absprache bei einem Treffen zwischen hochrangigen US-Vertretern und der ukrainischen Regierung getroffen.

Konkret betreffe dies die Einrichtungen des Caspian Pipeline Consortium (CPC), die für den Export kasachischen Rohöls eine zentrale Rolle spielen, so _Bloomberg_ weiter. Für das zentralasiatische Land gebe es keine vergleichbaren alternativen Transportwege. Über das CPC werden üblicherweise rund zwei Prozent des weltweiten Rohöls befördert, und auch europäische Raffinerien sind in erheblichem Umfang auf diese Lieferungen angewiesen.

Die nicht öffentlich kommunizierte Übereinkunft zwischen Washington und Kiew erfolgte, nachdem es im Vormonat zu einer Serie ukrainischer Angriffe auf Schiffe in der Nähe des CPC-Terminals in der südwestrussischen Stadt Noworossijsk gekommen war. Diese Attacken hätten zu einem spürbaren Rückgang der Transportaktivitäten geführt. Angesichts des Iran-Konflikts und der Sperrung der Straße von Hormus könne sich die Weltgemeinschaft weitere Unterbrechungen bei der Ölversorgung kaum leisten.

Im Rahmen der Vereinbarung verpflichtet sich die Ukraine, die CPC-Infrastruktur sowie Schiffe, die den Terminal in Noworossijsk ansteuern, zu verschonen – vorausgesetzt, diese Schiffe fallen nicht unter ukrainische Sanktionen, transportieren keine russische Ladung und gehören nicht russischen Eigentümern oder Firmen. Kiew übermittle den Reedereien klare Vorgaben, welche Schiffe gegebenenfalls Ziel von Angriffen sein könnten, und richte Kontaktstellen ein, um in Abstimmung mit den Unternehmen eine sichere Passage zu gewährleisten.

Ob sich die Transportmengen dank dieser Maßnahme wieder normalisieren, bleibt indes fraglich. _Bloomberg_ verwies darauf, dass frühere Schutzabsprachen für Schiffe sich bereits als unzureichend erwiesen hätten. Zuvor hätten mehrere Unternehmen der Ukraine Listen mit Schiffen übergeben, die trotz der Zusicherungen angegriffen worden seien. Zudem hielten die anhaltenden Drohnenangriffe nahe Noworossijsk die CPC-Lieferungen weiterhin auf einem unterdurchschnittlichen Niveau.

Die Drohnenangriffe Ende Juli hatten mehrere von US-Firmen gecharterte Frachtschiffe dazu veranlasst, das Beladen am CPC-Terminal zu stoppen. Laut _Wall Street Journal_ hatte die US-Regierung die Ukraine gewarnt, dass Angriffe auf die Konsortiumsanlagen nicht toleriert würden.

**Weitere Meldung** – Türkei meldet Drohnenangriff auf türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer – Besatzung evakuiert.

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