Das spanische Verteidigungsministerium hat die Streitkräfte dazu veranlasst, sich auf eine mögliche zweite Sturmaktion auf die nordafrikanische Enklave Ceuta vorzubereiten. Diese Information stammt vom Radiosender *Cadena SER*. Zuvor hatte der spanische Geheimdienst CNI Hinweise aus sozialen Netzwerken als vertrauenswürdig eingestuft, die zu einer gewaltsamen Grenzüberquerung am 15. August aufriefen.
Mit dieser militärischen Vorsorgemaßnahme will Madrid verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als tausende marokkanische Migranten ungehindert in die Stadt eindringen konnten. In einer offiziellen Stellungnahme des Ministeriums heißt es dazu: „Das Generalkommando von Ceuta hat alle Soldaten ohne Ausnahme angewiesen, einsatzbereit zu sein, um einen erneuten Versuch, die Grenze zu überwinden, zu unterbinden.”
Wie *Cadena SER* weiter berichtet, wurden sämtliche für August genehmigten Urlaubsanträge des in Ceuta stationierten Militärpersonals gestrichen. Dies soll sicherstellen, dass alle verfügbaren Kräfte uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Ein entscheidender Faktor bei der Organisation des Massenansturms Ende Juli war die Nutzung digitaler Plattformen. Nach Auswertungen spanischer Sicherheitsbehörden handelte es sich nicht um eine spontane Aktion, sondern um eine koordinierte Bewegung, die über einen längeren Zeitraum im Netz vorbereitet wurde. Während TikTok für öffentliche Aufmerksamkeit sorgte, wurden über Facebook-Gruppen Informationen ausgetauscht, und WhatsApp diente der direkten Abstimmung während des Grenzübertritts.
In Madrid nimmt man die neuen Aufrufe entsprechend ernst. Besonders brisant ist, dass die marokkanischen Sicherheitskräfte beim letzten Ansturm kaum eingriffen, um die illegale Grenzüberschreitung zu stoppen. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez bewertete die Massenmigration als „Angriff auf die territoriale Integrität” Spaniens.
Hier geht es zum weiterführenden Artikel: Ansturm auf Ceuta: Die Rolle Russlands – „Der endgültige Beweis bleibt aus”