Skandal um Trumps Geheimflucht aus der Türkei – Demokraten verlangen sofortige Aufklärung!

Der ranghöchste Demokrat im US-Senat, Chuck Schumer, verlangt nun umfassende Aufklärung über eine verdeckte Sicherheitsaktion, bei der Donald Trump vergangenen Monat infolge einer vermeintlichen Bedrohung aus dem Iran heimlich aus der Türkei ausgeflogen wurde. Während die Air Force One als Ablenkungsmanöver diente, wurde Trump in einem Flughafen-Servicefahrzeug zu einem Militärflugzeug gebracht.

Schumer fordert vom Weißen Haus eine lückenlose Darstellung der geheimen Evakuierung. Laut Berichten war Trump nach dem NATO-Gipfel in Ankara am 8. Juli nicht mit der Air Force One aus der Türkei abgereist. Zwar stieg er vor laufenden Kameras in die blau-weiße Boeing 747, doch verließ er diese nur wenige Minuten später wieder unbemerkt.

Ein US-Regierungsmitarbeiter, der mit der Operation vertraut ist, berichtet, dass Trump in eine kleinere C-32A-Maschine umstieg. Dazu wurde ein hydraulisch hebebares Versorgungsfahrzeug des Flughafens genutzt, das auf Türhöhe gebracht wurde, sodass Trump und mehrere Begleiter die 747 ungesehen verlassen konnten.

Hintergrund der geheimen Verlegung war eine als „glaubwürdig” eingestufte Gefahr aus dem Iran. US-Geheimdienste hatten vor einem möglichen Anschlag auf Trump oder sein Flugzeug gewarnt, wie die New York Times und CBS News berichteten. Die Angst vor iranischen Vergeltungsaktionen gegen US-Vertreter besteht seit Langem und hat sich nach US-Militärschlägen gegen iranische Offizielle weiter verschärft.

Trump bestätigte den Flugzeugwechsel am Dienstagabend und verwies auf die Anweisung des Secret Service, der wegen einer konkreten „Bedrohung” gehandelt habe. Schumer kritisierte, es sei „inakzeptabel”, dass der Kongress nicht über die Gefahr informiert worden sei und stattdessen über die Medien davon erfahren musste.

Bei seiner Rückkehr aus Ohio nach Washington erklärte Trump, der Wechsel sei allein auf Anordnung des Secret Service erfolgt. „Ich folge einfach dem, was sie für richtig halten”, sagte er. Der Secret Service habe aus Sicherheitsgründen ein anderes, aber ebenso sicheres Flugzeug gefordert. „Also mache ich das. Ich tue, was sie sagen.”

Der Vorfall unterstreicht die erheblichen Sicherheitsrisiken für Trump, ein halbes Jahr nach Beginn des Krieges gegen den Iran. Der Konflikt bleibt festgefahren, während beide Seiten um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus ringen, über die ein Großteil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen abgewickelt wird.

Am Dienstag eskalierte die Lage weiter: Das US-Militär beschoss ein Containerschiff unter panamaischer Flagge, das Kurs auf einen iranischen Hafen nahm und nach US-Angaben damit die Seeblockade durchbrechen wollte. 

Der Sekretär des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrats erklärte hingegen am selben Tag, die strategisch bedeutende Wasserstraße werde solange geschlossen bleiben, bis die USA ihr Vorgehen änderten und die von Teheran gestellten Bedingungen akzeptierten.

Schumer warf der Regierung vor, dem Kongress und der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Krieg wiederholt die nötige Transparenz verweigert zu haben. „Genau deshalb muss der Kongress seine verfassungsmäßigen Befugnisse wieder geltend machen und diesen Konflikt beenden”, schrieb er.

Das Weiße Haus hat auf eine Anfrage zu Schumers Forderungen bislang nicht reagiert.

Mehr zum Thema – WSJ: Iran fügte US-Militäranlagen Schäden in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar zu

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