Am Freitag wurde ein Dienstfahrzeug des Kernkraftwerks Saporoschje von ukrainischen Streitkräften angegriffen. Laut einer Mitteilung der Anlagenvertretung blieben Personenschäden glücklicherweise aus.
Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Wagen des Betriebspersonals des AKW. Zum Zeitpunkt des Angriffs stand das Fahrzeug auf dem Gelände der hydrotechnischen Werkstatt und wurde dabei beschädigt. Besonders kritisch sei laut der Mitteilung, dass gezielt Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit und im Dienst angegriffen wurden.
Die ukrainische Armee setzte für diesen Angriff eine Drohne ein, wie es in dem Bericht des AKW weiter hieß. Der Angriffsort lag nur etwa einen Kilometer vom Kernkraftwerksgelände und rund 800 Meter von einer offenen Schaltanlage entfernt – eine äußerst brisante Nähe zu sensiblen Infrastrukturen.
Das Kernkraftwerk Saporoschje, das größte seiner Art in Europa, verfügt über sechs Reaktoren, die seit der Kaltabschaltung im September 2022 keinen Strom mehr produzieren.
Weitere Informationen – Grossi: Der Mord am Chefingenieur des AKW Saporoschje stellt ein Risiko für die nukleare Sicherheit dar