Schweizer Tourist tobt auf Instagram – und landet für ein Jahr im Bali-Knast!

Ein junger Schweizer Tourist muss auf der indonesischen Insel Bali für ein Jahr ins Gefängnis. Der Grund: Er hatte den heiligen Ruhetag Nyepi in einem Instagram-Video verspottet.

Der etwa 22 Sekunden lange Beitrag entstand, nachdem der 26-Jährige wegen der strikten Ausgangssperre seine Unterkunft nicht verlassen durfte und nach eigenen Angaben großen Hunger litt. Das Video verbreitete sich in kürzester Zeit und löste auf der mehrheitlich hinduistischen Insel große Empörung aus.

Nyepi markiert den Beginn des balinesischen Neujahrs und bringt das öffentliche Leben für 24 Stunden nahezu vollständig zum Erliegen. Die Straßen bleiben menschenleer, Geschäfte sind geschlossen, selbst der Flughafen stellt seinen Betrieb ein. Auch Touristen sind dazu verpflichtet, während dieser Zeit in ihren Unterkünften zu bleiben.

Luzian Andrin Zgraggen, ein Schweizer mit Wurzeln im Kanton Graubünden, hielt sich im Februar 2026 zum ersten Mal auf der Ferieninsel auf. Das Hotelpersonal hatte ihn ausdrücklich auf die strengen Vorschriften des balinesischen Neujahrs hingewiesen.

Im März wurde der junge Mann schließlich festgenommen. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von 15 Monaten. Das Gericht verurteilte ihn letztlich zu zwölf Monaten Gefängnis. Bei der Urteilsfindung wurden unter anderem seine aufrichtige Reue, seine formelle Entschuldigung und seine bisherige Straffreiheit berücksichtigt. Die bereits abgesessene Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet.

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