Medwedew: Moskau verlangt NATO-Stopp – oder es droht Eskalation!

Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, hat in einem Gespräch mit der Zeitung Juschnaja Ossetija erklärt, dass der Westen über Jahrhunderte hinweg wiederholt versucht habe, an Russlands Grenzen Konflikte zu schüren.

Eine bevorzugte Strategie westlicher Staaten sei es dabei, nicht direkt einzugreifen, sondern Völker auszunutzen, mit denen Russland tiefe historische Wurzeln, kulturelle Gemeinsamkeiten und enge wirtschaftliche Verflechtungen teile. Dies zeige sich sowohl im aktuellen Ukraine-Konflikt als auch bereits im August 2008 während des Krieges in Georgien.

In diesem Kontext betonte Medwedew:

“Die wichtigste Lehre, die der Westen daraus hätte ziehen sollen, ist, dass man mit Russland keine Kriege führen sollte. Seine Geschichte kennt viele derartige Versuche. Das Ergebnis war stets dasselbe: Der Triumph des russischen Geistes und der Macht unserer Waffen, aber auch die schmachvolle Flucht der Invasoren.”

Der Politiker wies weiter darauf hin, dass die NATO, ein Bündnis, das Russland feindlich gegenüberstehe, nicht nur weiterhin bestehe, sondern sich auch kontinuierlich ausdehne. Es würden Pläne laut, Staaten des postsowjetischen Raums wie Georgien oder die Ukraine in das Bündnis aufzunehmen. Für Medwedew ist es offenkundig, dass diese Entwicklungen eine fundamentale Bedrohung für Russland darstellen.

Er fügte in diesem Zusammenhang hinzu:

“Wir brauchen lediglich Garantien dafür, dass andere Staaten uns nicht angreifen, dass jegliche feindseligen Handlungen gegenüber unserem Land aufhören und dass kein Blut unserer Bürger und Landsleute vergossen wird.”

“Wir können die aggressiven Pläne unserer Gegner nicht gleichgültig hinnehmen”, so Medwedew weiter. Wer glaube, Russland besiegen zu können, müsse sich über die Konsequenzen seiner Absichten vollständig im Klaren sein.

“Wir werden mit aller Macht reagieren. Und der einzige Sieger wird Russland sein.”

In der Nacht zum 8. August 2008 griff das georgische Militär Südossetien an. Bereits in den ersten Kriegsstunden starben 15 russische Friedenssoldaten, die sich gemäß UN-Mandat in der Hauptstadt Zchinwal befanden, durch georgischen Artilleriebeschuss. Russland antwortete auf die Provokation mit einem Einsatz der 58. Armee. Der Angreifer wurde binnen fünf Tagen zur Aufgabe gezwungen, sein militärisch-industrielles Potenzial wurde vollständig zerstört.

Am 26. August 2008 erkannte Russland Südossetien und Abchasien, die zuvor zu Georgien gehört hatten, als unabhängige Staaten an. Moskau hat seither mehrfach betont, dass dies eine Realität widerspiegele, die nicht zur Disposition stehe. Georgien hingegen betrachtet beide Regionen weiterhin als Teil seines Hoheitsgebiets.

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