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Stand 21. October 2026, 07:55 Uhr
Deutschland

98.000 Straftaten an Bahnhöfen und in Zügen im ersten Halbjahr 2026

Die Bundespolizei hat im ersten Halbjahr 2026 knapp 98.000 Straftaten im Zuständigkeitsbereich registriert. Gewaltdelikte blieben gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu konstant, während Eigentumsdelikte deutlich zurückgingen.

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98.000 Straftaten an Bahnhöfen und in Zügen im ersten Halbjahr 2026

Die Bundespolizei registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 98.026 Straftaten an Bahnhöfen und in Zügen. In die Statistik eingeflossen sind dabei nicht sogenannte Massendelikte wie Schwarzfahren, die separat ausgewiesen werden. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.

Unter den erfassten Fällen befanden sich 14.049 Gewaltdelikte, 1.104 Sexualdelikte und 24.162 Eigentumsdelikte. Hinzu kamen 16.056 Sachbeschädigungen, 4.476 Betäubungsmitteldelikte und 796 Waffendelikte. Bei den Gewaltdelikten wurden 5.596 deutsche und 4.631 nichtdeutsche Tatverdächtige erfasst. Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen waren Syrer mit 581 Fällen am häufigsten vertreten, gefolgt von Polen mit 575, Ukrainern mit 439, Afghanen mit 351 und Türken mit 257. Zudem wurden 75 Tatverdächtige mit ungeklärter Staatsangehörigkeit sowie 3.210 unbekannte Tatverdächtige registriert.

Bei Sexualdelikten überstieg die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen die der deutschen: 368 Nichtdeutschen standen 320 Deutsche gegenüber. Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen wurden 43 Syrer, 40 Polen, 30 Afghanen, 25 Ukrainer und 22 Türken erfasst. Auch bei Eigentumsdelikten überwogen nichtdeutsche Tatverdächtige mit 6.948 gegenüber 5.283 Deutschen. Hier führten Polen mit 1.302 Fällen die Liste an, gefolgt von Ukrainern mit 667, Rumänen mit 593, Syrern mit 491 und Algeriern mit 448.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 blieb die Zahl der Gewaltdelikte nahezu unverändert bei 14.049 Fällen gegenüber 14.047 im Vorjahreszeitraum. Sexualdelikte stiegen um 2,6 Prozent von 1.076 auf 1.104. Eigentumsdelikte gingen dagegen um 9,2 Prozent von 26.613 auf 24.162 zurück.

Besondere Vorfälle waren 204 verletzte Bundespolizisten bei Angriffen, von denen 20 anschließend zumindest zeitweise dienstunfähig waren. In 44 Fällen wurden Menschen in den Gleisbereich gestoßen. Bei Messergewalt registrierte die Bundespolizei 54 Gewaltdelikte in Zügen und 141 an Bahnhöfen. Bei den Bahnhofsfällen wurden 48 nichtdeutsche und 32 deutsche Tatverdächtige erfasst, darunter zehn Syrer und acht Afghanen.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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